Roman Romance

Andacht

Unverdiente Gnade 


Also, wir wissen nun, dass wir alle sündig sind, wir alle haben das Ziel verfehlt. Selbst durch das befolgen der Gesetze oder durch ein Führen eines untadeliges Leben können wir nicht gerecht vor Gott dastehen. Um uns trotz unseren Sünden mit Gott zu versöhnen, ist Jesus für uns gestorben und nahm alle Schuld auf sich, damit wir mit Gott Gemeinschaft erleben können. Welch grosse Gnade! Aber Gnade...was bedeutet denn das nun wirklich?


Es gibt eine Geschichte in Matthäus 20, welche Jesus den Jüngern erzählt, bringt es gut auf den Punkt: Da ist ein Gutsbesitzer und er besitzt ein Weinberg, welcher bewirtschaftet werden muss. Frühmorgens stellt er Arbeiter ein und schickt Sie zum Weinberg. Mittags geht er auf den Marktplatz und sieht es hat noch mehr Arbeiter, auch diese stellt er ein. Um drei Uhr das selbe, er schickt nochmals einige in den Weinberg. Selbst als er um fünf Uhr nochmals zum Marktplatz ging, fand er immer noch einige, die dort herumstanden und schickte sie in den Weinberg. Am Abend schickt er seinen Verwalter um Ihnen den Lohn auszuzahlen und beauftragt ihn, zuerst den letzten, die um fünf gekommen sind, den Lohn auszubezahlen. Die erhalten drei Denar als Lohn. Als die Arbeiter von drei Uhr, von Mittag und vom Morgen drankommen...alle erhalten drei Denar. Sie dachten Sie würden tendenziell mehr erhalten und reklamierten. Da sagte der Gutsbesitzer zu einem von ihnen: ›Mein Freund, ich tue dir kein Unrecht. Hattest du dich mit mir nicht auf einen Denar geeinigt? Nimm dein Geld und geh! Ich will nun einmal dem Letzten hier genauso viel geben wie dir. Darf ich denn mit dem, was mir gehört, nicht tun, was ich will? Oder bist du neidisch, weil ich so gütig bin?‹ So wird es kommen, dass die Letzten die Ersten sind und die Ersten die Letzten.« 


Wie würdest du reagieren? Du bist früh aufgestanden, hast den ganzen Tag gearbeitet und bekommst den gleichen Lohn wie der, der nur ein paar Stunden gearbeitet hat.


Geht’s noch?! Das ist nicht fair!! Was hätte ich alles machen können in dieser Zeit: im See baden, Einkaufen gehen, Käfele, die Wohnung putzen...


Auf was will Jesus hinaus mit diesem Gleichnis? Er fängt die Geschichte an mit „Denn mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Gutsherrn…“  Ich denke die Geschichte lehrt, dass es ein Vorrecht ist zu Gottes Königreich zu gehören und wir es nicht verdienen können.  Wir können uns Gnade nicht erarbeiten! Schlussendlich zahlte der Gutsherr allen mehr Lohn als ursprünglich abgemacht war, auch wenn alle den gleichen erhielten. Was denkst du, ist der Gutsherr weniger als fair oder mehr als fair?


Gnade und Gerechtigkeit sind nicht gegenteilig. Sie sind viel mehr wie Schwestern:


Gerechtigkeit geht an einen Punkt, und Gnade geht noch weiter. Gerecht wäre gewesen, allen den anteilmäßigen Lohn zu zahlen, Gnade zahlt allen den gleichen, höheren Lohn. Gerechtigkeit gibt dir was du verdienst, Gnade gibt dir was du nicht verdienst.