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Andacht

Der Mauerfall


Lies zuerst Josua 6,2; Sacharja 4,6 und Hebräer 11,30.


Welch eine Geschichte. Was hatten die Israeliten schon Großes erlebt! Sie waren trockenen Fußes durch den Jordan gegangen, um nur ein Beispiel zu nennen. Sicher waren sie voller Erwartung in das von Gott verheißene Land gekommen. Und nun das: Eine unüberwindbare Mauer um die Stadt Jericho ist vor ihnen. Was mag das für ein Frust gewesen sein. Wieder ein Hindernis. Und was meint Gott dazu? Gott sagt zu Josua: „Ich habe Jericho in deine Hand gegeben.“ Er sagt nicht „ich werde es tun“, Er sagt „ich habe es bereits getan“. Glaube mir, vertraue mir. Dann sollen sie sieben Tage, einmal pro Tag, um die Mauern von Jericho ziehen und am siebten Tag siebenmal. Wie wird es dem Volk ergangen sein? 


Ich bin ein ungeduldiger Mensch, der lieber selbst handeln möchte. Vielleicht hätte ich versucht, einen Tunnel zu graben und mir gedacht: „Wir müssen doch was tun!“ Aber Gottes Wege sind anders als unsere Wege. Sacharja 4,6 zeigt uns: „Es soll nicht durch Heer oder Kraft geschehen, sondern durch Gottes Geist soll das Hindernis bezwungen werden.“ Oft gibt es doch auch in unserem Leben schier unüberwindbare Mauern, die wir durch unsere eigene Kraft versuchen zu überwinden, aber Gott sagt: „Ich habe es doch schon getan! Vertraue mir, glaube mir!“ Die Hebräerstelle zeigt uns: Durch das Vertrauen und den Glauben an einen allmächtigen Gott sind die Mauern in Jericho gefallen. 


Jesus zu vertrauen und abzuwarten, fällt uns bestimmt schwerer, als aktiv zu werden und eine eigene Aktion durchzuziehen. Diese Geschichte zeigt uns aber neu, was wir für einen großen und allmächtigen Gott haben. Der oft andere Wege geht als wir, aber immer ans Ziel kommt. Geduld und Gehorsam waren erneut von den Israeliten gefordert, doch durch Gottes Hand zerbröckelte die Mauer. So will Er auch in unserem Leben Seine Größe offenbaren.


Haben wir doch auch in unserer deutschen Geschichte eine Begebenheit, in der Gott Großes getan hat: Vor ca. 30 Jahren der Mauerfall in Berlin! Dieser wurde vorbereitet durch die Montagsgebete und die friedlichen Demonstrationen der Menschen in der ehemaligen DDR.  Aber nicht nur Steinmauern fallen, sondern auch unsichtbare Mauern: Unüberwindbare Probleme wie Arbeitslosigkeit, Krankheit oder familiäre Nöte will Gott niederreißen. 




Gebet, Get Free & Next Step:


Gebet: „Vater, gib mir die Gelassenheit und das Vertrauen, auf Deine Hilfe zu warten, an den Mauern meines Alltags. Lass mich Deiner Allmacht und Größe bewusst werden.“


Wenn du das nächste Mal vor einer Mauer in deinem Leben stehst, werde nicht gleich aktiv, sondern nimm dir eine kurzen Moment, um Gott zu fragen: „Was möchtest Du?“





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