War Strategies

Tag 4 von 8 • Tageslesung

Andacht

Wann und wie hatte Jesus gekämpft?


Lies zuerst Matthäus 4,1-10. 


Die Versuchung in der Wüste fand ganz am Anfang des Wirkens Jesu statt, unmittelbar nach der Taufe und nachdem Er den Heiligen Geist empfangen hatte. Jesus hatte 40 Tage in der Wüste gefastet, war hungrig - und genau da erscheint der Feind. Er fordert Jesus auf, aus Steinen Brot zu machen. Dabei greift er gezielt die aktuelle Schwachstelle, den Hunger, an, um Jesus zu Fall zu bringen. Jesus bestätigt, dass die Quelle des Lebens nicht im Brot liegt, sondern im Gehorsam gegenüber Gott und Seinem Wort: „Der Mensch lebt nicht von Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht“ (Vers 4; 5. Mose 8,3). Jesus kennt das Wort Gottes genau und weiss, wie es richtig angewendet wird!


Als nächstes soll sich Jesus vom Dach des Tempels stürzen, ca. eine Höhe von 50 Metern. Jetzt zitiert der Feind sogar eine Stelle aus der Bibel: „Er wird Seinen Engeln deinetwegen Befehl geben; und sie werden Dich auf den Händen tragen, damit Du Deinen Fuß nicht an einen Stein stößt“ (Vers 6; Psalm 91,11-12). Wieder kontert Jesus mit dem Wort Gottes. Auch hier ist Jesus gehorsam und fordert keine göttliche Rettung, bevor Sein Auftrag erfüllt ist. 


Der Feind schreckt also nicht davor zurück, selbst das Wort Gottes für seine Zwecke zu missbrauchen. Er greift gezielt unsere Schwachstellen an. Kennst du deine Schwachstellen? Da hat ja jeder so seine eigenen, und die sind meistens auch sehr hartnäckig (deshalb nennt man sie ja auch Schwächen), z. B. die „offensichtlichen“ wie zu viel essen, rauchen, Konsumzwang, oder die „heimlichen“, wie bei Männern die Pornographie, und dann gibt es noch die „versteckten“ wie Neid und Missgunst. Diese Aufzählungen sind nur Beispiele, es gibt eine ganze Menge mehr. Es geht aber nicht darum, den Zeigefinger zu erheben und den Moralapostel heraushängen zu lassen. Du musst nur wissen, dass der Feind dich genau da angreifen wird, und zwar mit Lügen über deine Identität und Lügen über deinen himmlischen Vater. Beim Feind beliebt sind: „Du bist es nicht wert, dass Gott dich liebt“ oder „Dies und das kann Gott dir nicht vergeben“ - alles Lügen!


Zuletzt zeigt der Feind Jesus alle Reiche dieser Welt und will sie Ihm geben, wenn Er, Jesus, vor dem Feind niederfällt und ihn anbetet. Damit bietet er Jesus an, Seinen Kreuzestod zu umgehen. Aber Jesu Reaktion: Er gebietet über den Feind: „Weg mit dir Satan!“ Und wieder zitiert Jesus aus der Schrift: „Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und Ihm allein dienen“ (5. Mose 6,13). Jesus zeigt uns Seine Autorität über den Feind!


Wir erfahren hier auch viel über den Feind: Sein Name ist Satan und er ist der Herrscher über alle Reiche dieser Welt. Jesus nennt ihn in Johannes 12,31-33 den „Fürst dieser Welt“. Aber der König ist Gott. Er ist der alleinige Herrscher und Er gibt alle Gewalt an Jesus (Matthäus 28,18). Satan ist nur Teil der Schöpfung, er hat keinen legalen Herrschaftsanspruch, er ist ein Lügner. Er ist der Versucher und will mit allen Mitteln den Erlösungsplan Gottes vereiteln! Das galt damals bei Jesus und gilt auch heute bei deinem Erlösungsplan. Das ist die ganze „Macht“ des Satans: Lügen, Verwirrung, Betrug, Manipulation, Zweifel etc. Wenn wir uns die Welt um uns herum anschauen, funktionieren diese Verblendung und Lügen sehr gut. Das ist die „Herrschaft“ Satans. Aber es liegt an uns, ob wir diesen Lügen glauben und danach handeln oder uns auf Gott und Seine Wahrheiten stellen und in Freiheit leben.


Gebet, Get Free & Next Step:


Mache dich mit dem Wort Gottes, der Wahrheit, vertraut! Es ist deine wichtigste Waffe, ein zweischneidiges Schwert (Hebräer 4,12) im offensiven Kampf gegen alle Versuchungen. Sei wachsam und bete - jeden Tag! Beten ist auch sehr offensiv.