Gott - mein Finanzmanager

Andacht

Großzügigkeit


Lies zuerst Markus 12,41-44.


„Bei Geld hört die Freundschaft auf!“ Auch dein Glaube? Sagst du dir: „Sicherlich frage ich Gott in allen Bereichen meines Lebens nach Seiner Meinung, aber ganz ehrlich - Geld? Nein, das bekomme ich selbst am besten hin.“ Es gibt nur wenige Themen in der Bibel, die mehr behandelt werden als das Thema Geld. Scheint demnach wichtig zu sein… und auch unangenehm, oder?


Na ja, immerhin geben wir als Christen zumindest fleißig den „Zehnten“. Auch wenn jetzt der eine oder andere völlig desillusioniert wird: Der Zehnte wird u. a. in 5. Mose 14,22f erklärt und hat leider nichts mit Großzügigkeit zu tun. Das ist eher wie eine „Steuer“. Ups. Wenn dir jetzt sprichwörtlich „das Messer in der Tasche aufgeht“, lade ich dich ein, doch mal genauer darüber nachzudenken:


Braucht Gott dein Geld? Das ist eine ziemlich absurde Vorstellung. Natürlich geht es Gott nicht um unser Geld. Da Er sowieso ALLES besitzt, wird Er auf unser bisschen buntes Papier nicht angewiesen sein. Will Gott, dass wir in Armut leben? Unser Hab und Gut verschenken und auf der Straße leben? Oder nicht vorsorgen? Eher unwahrscheinlich. 


Spannend ist doch in unserer Bibelstelle gleich im ersten Vers, dass die Leute „hohe Beträge“ spenden. Sie sind also doch „großzügig“. Und dann kommt diese Witwe, wirft nur ein paar Münzen ein, also fast nichts. Das wird den Tempel und die Priester nicht finanzieren. Und doch findet Jesus diese ganze Situation ziemlich bemerkenswert. Jesus schaut halt auch immer hinter die Fassade. Er kennt die Menschen eben. Er hat nämlich verstanden, dass die „Reichen“ nur von ihrem Überfluss gegeben haben, also eine „das-hab-ich-für-Gott-übrig“-Mentalität. Und dann kommt diese Frau und gibt ihr ganzes Vermögen. Das ist natürlich eine ganz andere Herzenshaltung. Und das hebt Jesus hervor. Ihm geht es gar nicht um große Beträge, sondern um unsere Einstellung dahinter (2. Korinther 8,12). Letztendlich will Jesus uns in Freiheit führen, auch bei diesem Thema. Vertraust du Ihm, dass Er es gut mit dir meint? Hast du es satt, dir immer Gedanken um dein Geld zu machen? Dann gib doch mal was davon ab. Klingt paradox.


Und wenn du denkst, du musst aus Pflicht als „guter Christ“ großzügig sein: Lass es sein! Gott ist übrigens selbst sehr großzügig. Er wird von uns nichts verlangen, was Er nicht selbst leistet (2. Korinther 9,7-8)!


In unseren unruhigen Zeiten, wo das Geld auf der Bank nichts mehr wert ist und die Aktienkurse machen, was sie wollen, … dann gibt es noch Gott, der dir anbietet, Sein Reich mit zu bauen. Wo willst du investieren?


Gebet, Get Free & Next Step:


· Lies die komplette Stelle in 2. Korinther 9,6-15. Schreib dir auf, was du dort zum Thema Großzügigkeit lernst. Was lernst du Neues über Gottes Wesen? Welche Auswirkungen hat Großzügigkeit nicht nur auf dein Herz, sondern auch auf die Menschen, denen Großzügigkeit zuteil wird?


· Frage Gott heute, was dein Next Step im Thema Finanzen ist. Nur du und Gott legen die Beträge fest (2. Korinther 9,7)! Er wird dich nicht überfordern, aber vielleicht herausfordern.