Gott - mein Finanzmanager

Andacht

Verwalterschaft


Lies zuerst Lukas 19,11-27.


Spätestens jetzt ist doch klar, was zu tun ist. Oder etwa nicht?


In Zeiten wie diesen werde ich oft gefragt, wie man sein Geld am besten anlegen kann. Besonders wenn es um das Thema Finanzanlagen geht. Welche Produkte sind „gut“, welche nicht, wie viele Risiken treffen auf wie viele Chancen? Fragen über Fragen. 


Genau so muss es den zehn Knechten aus Lukas 19 ergangen sein. Einer von ihnen hat das anvertraute Geld unterschiedlich investiert und verzehnfacht, der Zweite verfünffacht und der Dritte hat es „unters Kopfkissen gelegt“, wie man heute sagen würde - und nichts erwirtschaftet! Die Reaktion des Edelmannes lässt manchen vielleicht erstaunen (zumindest ging es mir das erste Mal so). Besonders, weil man nichts falsch machen möchte und dann lieber gar nichts tut, als etwas Falsches -  kennst du auch, oder? Egal ob beim Thema Altersvorsorge, Urlaub oder sonstigen Anschaffungen. Was ist mir erlaubt und was nicht?


Ein ähnliches Gleichnis, wie das von den anvertrauten Talenten, hilft uns auch weiter: Matthäus 25,14-30. Was möchte Jesus uns mit diesen Gleichnissen sagen?


Es gibt viele Herangehensweisen und Blickwinkel, doch eines ist aus meiner Sicht elementar wichtig: Alles, was uns anvertraut ist, gehört Gott, also bekommen wir alle Anteile aus Gottes Reich (Talente oder Geld), und das aus Gottes Kraft (dynamos) heraus. Dies beutet, dass ich aus dieser Kraft heraus treu für das Reich Gottes auf Erden investieren soll (1. Korinther 4,1-2) und dies aus dem Willen des Vaters (Esra 7,18) heraus. Somit lösen sich all die Fragen nach dem „richtig“ und „falsch“, was darf ich und was nicht, schlicht und ergreifend auf. Es geht nicht um eine religiöse Übung, sondern einfach um Vertrauen. Ein Gnadengeschenk Gottes an uns. Gott hat keine Finanzprobleme oder muss Kredite aufnehmen, um Investitionen zu tätigen. Er möchte unser Herz dahin verändern, Ihm aus Liebe zu dienen. Er möchte uns Freiheit schenken und lehren, loszulassen, was auf Erden ist, und die Ewigkeitsperspektive einzunehmen (Lohn an die Verwalter, also an uns). Dabei spielt es keine Rolle, wer wieviel Geld, welchen Job oder welche Position bekommen hat, sondern vielmehr, wie damit umgegangen wird. „Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Großen treu“ (Lukas 16,10).


Gebet, Get Free & Next Step:


· Frage Jesus heute, wo du Ihm im Verwalten deiner Finanzen untreu geworden bist. Hol dir in diesen Punkten Seine Vergebung ab und lass dich mit Großzügigkeit „füllen“.


Was ist dein nächster Schritt, um in Gottes Reich zu investieren und ein Segen für andere zu sein?