Gott - mein Finanzmanager

Tag 6 von 7 • Tageslesung

Andacht

Wohlstandsevangelium


Lies zuerst 1. Timotheus 6,3-8 und Hiob 1,20-22.


Das ereignisreiche Leben des Apostel Paulus neigt sich bald dem Ende zu. Darum gibt er seinem geistlichen Ziehsohn Timotheus väterlichen Rat, wie er mit verschiedenen Herausforderungen in der Gemeindearbeit vorgehen soll. Eine davon ist die Tatsache, dass es im Gemeindeumfeld von Tim Menschen gab, die sich durch den „Glauben“ finanziellen Reichtum erschleichen wollten.


Wer dieses „Wohlstands“-Evangelium verkündet, der hat, so Paulus, tatsächlich nicht mehr alle Tassen im Schrank und produziert nur Chaos und Streit (V. 4).


Jesus wusste schon, warum Er so viel über Geld predigte: Es führt so schnell zu Neid und Unglück. Da hört ja bekanntlich die Freundschaft auf! 


Die „guten Worte von Jesus Christus“ dagegen richteten immer den Fokus darauf, was dem anderen dient, dass man sich selbst zurücknimmt, seine Feinde liebt und wahren Reichtum nicht im Materiellen, sondern bei Gott findet. 


Die Freundschaft mit Jesus hat eine tiefere Dimension - dieser „wahre“ Glaube (oder „Frömmigkeit“) bewirkt nämlich das, was wir eigentlich alle suchen: Zufriedenheit! 


Großer Reichtum macht nicht zufrieden, sondern die Zufriedenheit an sich ist die „Währung“ des Glaubens! 


1. Timotheus 6,7 ähnelt sehr dem Statement in Hiob 1, 21: „Nackt kam ich hervor aus dem Schoß meiner Mutter; nackt kehre ich dahin zurück. Der Herr hat gegeben, der Herr hat genommen; gelobt sei der Name des Herrn.“


Wow, was für eine Einstellung! Diese Zufriedenheit mit der Gesamtsituation kann ich wohl nur erreichen, wenn ich tief drinnen begreife, was ich in Jesus schon habe und wie abhängig ich von Seinem Segen bin.


Wie zufrieden bist du? Kennst du diese Gedanken, dass du immer mehr brauchst, als du schon hast? Du vergleichst dich mit deinem Schulfreund oder Arbeitskollegen und denkst dir: „Wenn ich nur dem sein Taschengeld, Handy, Auto oder Haus hätte, dann wäre ich glücklich!“ Das ist total verkrampfend, nicht wahr?


Wie entstressend wäre es dagegen, wenn’s mich überhaupt nicht juckt, was andere vorzuweisen haben, weil ich zufrieden mit dem bin, was ich habe, weil ich den größten Schatz der Welt schon besitze: Freundschaft mit dem lebendigen Gott!


Gebet, Get Free & Next Step:


· Wie geht’s dir beim Thema Zufriedenheit? Überleg dir, was dich hindert, genügsam zu sein. Wo misstraust du noch Jesus in der täglichen Versorgung? Bitte Gott im Gebet, dir die Augen dafür zu öffnen, was wirklich wichtig ist.


· Überlege dir einen Bereich, in dem du zufrieden bist (Gesundheit, Einkommen, Beziehungen…) und sag Gott im Verlauf des heutigen Tages immer wieder DANKE dafür.