The Whisper Of Christmas

Andacht

Lies zuerst Lukas 4:1-13 und 1. Petrus 1:13-17


Jesus, der Sohn Gottes, schon bei der Schöpfung an der Seite seines Vaters, kommt als Mensch zu den Menschen. Als Baby, geboren von einer Frau, lebt er das Leben eines Menschen mit Schule, Beruf, Freunden, Essen und Trinken und auch Versuchungen, genauso wie Menschen eben. Ich weiß nicht wie es dir mit Versuchungen geht, aber ich bin da leider nicht immer siegreich. Lass uns mal anschauen, wie das bei Jesus war.


1. Die Vorbereitung


Unmittelbar vor dieser Erzählung wird der Stammbaum Jesu und seine Taufe berichtet. Dies sind zwei Elemente, die sehr stark die Identität betonen: Wer bin ich? Woher komme ich?


Weißt du, dass du ein Kind Gottes bist? Bist du dir dessen gewiss? Kennst du deinen himmlischen Vater? Kennst du deinen „großen Bruder“, der dich beschützen kann, wenn du bedroht wirst? Paulus beschreibt im Römerbrief (8:29), dass wir Jesus immer ähnlicher werden sollen, denn er soll der Erstgeborene unter vielen Brüdern und Schwestern sein. Und deine Identität, dein Selbstverständnis wird auch deine Haltung und dein Handeln beeinflussen.


2. Die Versuchung


Sie wird immer wieder anders sein und wird bei jedem auf seine individuelle Schwachstelle zielen. Hier fordert der Teufel Jesus auf, mach Steine zu Brot, d.h. er greift Jesus an als er Hunger hat, er zielt auf Jesu aktuelle (vermeintliche) Schwachstelle. Jesus lehnt ab, er will auf Gott vertrauen und dessen Versorgung, außerdem betont er, dass die geistliche Versorgung noch wichtiger ist als die leibliche. Er kontert der Versuchung des Teufels mit dem Wort Gottes (aus 5. Mose 8:3)!


Dann bietet er Jesus Macht und Herrlichkeit an, wenn Jesus ihn anbetet; es ist das zentrale Gebot der Juden und der Christen nur den einen Gott anzubeten und ihm zu dienen. Jesus lehnt ab und zitiert wieder aus 5. Mose (6:13). 


Und schließlich soll Jesus ein Wunder provozieren, dass Engel ihn auffangen würden. Es ist die falsche Reihenfolge: Wunder folgen dem Glauben, Glauben aus Wundern ist wie Drogen nehmen, es macht abhängig. Jesus lehnt ab. Er sagt, wir sollen Gott nicht herausfordern (5. Mose 6:16); heute würden wir wohl sagen: nicht provozieren.


3. Der Kampf


Jesus benutzt gegen den Teufel das Wort Gottes. Jesus hält ihm die Wahrheit entgegen. Das Wort Gottes wird auch als besser als ein scharfes zweischneidiges Schwert beschrieben (Hebr. 4:12). Es ist in der Waffenrüstung Gottes (Eph. 6:10-17) die einzige Angriffswaffe. Mache dich mit diesem Schwert vertraut und lerne es zu gebrauchen. Es wird dir sehr gute Dienste leisten! Lese dazu auch die Verheißungen in 5. Mose 6, der Abschnitt, aus dem Jesus dreimal zitiert.


4. Der Auftrag


Jesus ist als Mensch zu uns gekommen, um uns in die Freiheit zu führen. Denn wahre Liebe kann es nur in Freiheit geben. Der Teufel versucht gleich am Anfang des Wirken Jesu das zu verhindern. Ist es nicht heute oft der Kommerz und Konsum, speziell zu Weihnachten, der uns ablenken will von dem, was Gott für uns bereithält: ein Leben in Freiheit und Vertrauen – so wie es Jesus vorgemacht hat?


Der allmächtige und lebendige Gott kommt als Baby zu den Menschen und der Engel verkündet: Fürchte dich nicht.


Action Step:

Zu Weihnachten erinnern wir uns an die Geburt Jesu, das Geschenk, das Gott uns macht, das Geschenk der Freiheit. Erkenne deine Versuchungen und Ablenkungen und begegne ihnen wie es Jesus vorgemacht hat. Was könnte dein Auftrag sein?