Rufe zu mir in der Not

Tag 3 von 6 • Tageslesung

Andacht

Statt vom Wecker wurde ich von einem Anruf aus dem Bett geholt, dessen Nachricht mir erst einmal den Boden unter den Füssen wegriss: “Meine Mutter war auf dem Weg ins Krankenhaus!”


Ich sprang aus dem Bett und eilte dem Krankenwagen hinterher - wortwörtlich, denn ich konnte ihn auf der Autobahn noch abfangen. Wie gerne wäre ich für meine Mutter da gewesen! Und am Krankenhaus angekommen, trennte uns schlussendlich auch noch eine Schranke…


Es vergingen ein paar Tage, bis wir sie wiedersehen durften und überhaupt erfahren konnten, wie schlimm es denn wirklich war. Die Sorge, die Angst, schlaflose Nächte, all das war sehr, sehr real. 


Doch genauso real war dieser Friede, den Gott verspricht (siehe Johannes 14,27 HFA). Wie oft sah ich meinen Vater an und er sagte: “Ich verstehe es selbst nicht, aber ich habe einfach Frieden, trotz allem.”


Und ein paar Tage später, nachdem meine Mutter endlich wieder zuhause war, stosse ich auf diese Passage aus der Bibel und verstand: 


“Darum gleicht jeder, der meine Worte hört und danach handelt, einem klugen Mann, der sein Haus auf felsigen Grund baut. Wenn dann ein Wolkenbruch niedergeht und die Wassermassen heranfluten und wenn der Sturm tobt und mit voller Wucht über das Haus hereinbricht, stürzt es nicht ein; es ist auf felsigen Grund gebaut.” (Matthäus 7,24-25 NGÜ)


Wir hatten uns VOR diesem Sturm entschieden, auf Gottes Wort zu hören, also Sein Wort zu lesen und danach zu leben. Deswegen waren unsere Herzen voll von der Wahrheit, dass Gott unser Heiler, unser Friede, ja unser Freund ist, der Wunder vollbringen kann! 


Bist du vor dem Sturm bei Gott geborgen, wird Er auch während des Sturmes für dich sorgen!


Und das ist das wertvollste Wissen in solchen Momenten: Dass Jesus sich um dich kümmert! Es hatte nichts gebracht, dass ich dem Krankenwagen hinterher gefahren bin, denn Jesus war schon lange in dem Krankenwagen!


Es bringt auch nichts, dass du dir Sorgen um dein Morgen machst, weil Jesus schon dort ist! Bist du denn heute - vor deinem Morgen - schon bei Ihm?


Danke für dich!