The Whisper Of Christmas

Andacht

Lies zuerst 1. Könige 19:10-13


Alle Jahre wieder … Weihnachten steht vor der Tür. 


Für viele von uns eine der schönsten Zeiten im Jahr. Und eine der stressigsten. Wir hetzen von einer Weihnachtsfeier zur nächsten, kaufen wochenlang Geschenke ein, treffen Freunde noch schnell auf einen Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt und zerbrechen uns tagelang den Kopf darüber, was dieses Jahr zum Fest auf den Tisch kommen soll. Und wenn man die Vorbereitungen endlich hinter sich gebracht hat und endlich Heiligabend ist, bricht man traditionell mit der buckligen Verwandtschaft den jährlichen Familienstreit vom Zaun über unwichtige Dinge, weil alle einfach nur genervt und gestresst von der wochenlangen Vorbereitungszeit sind. Mit „besinnlich“, „still“ und „friedlich“ hat das alles nichts mehr zu tun. 


Dabei sehnen wir uns doch gerade danach und eigentlich sollte doch gerade diese Zeit im Jahr etwas Besonderes sein. Sogar die Natur macht uns das vor: Draußen wird es kälter, die Tage werden kürzer, die Bäume verlieren ihre Blätter und stellen sich eher auf einen Energiesparmodus ein; alles richtet sich auf eine gemütliche und ruhige Zeit ein. Nur wir Menschen mutieren in dieser Zeit eher zu Duracell-Hasen. 


Dabei startet mit der Adventszeit (lat. Adventus „Ankunft“) nicht nur der Kirchenkalender, sondern eigentlich sollen wir uns auf das größte Geschenk vorbereiten, was Gott uns an diesem Fest gemacht hat: seinen Sohn, JESUS. 


Gott möchte mit uns in Beziehung treten und wird dabei ganz klein. Die Frage ist, ob wir Gott auch begegnen möchten. 


Das bemerkenswerte an der Geschichte über Elia und seiner Begegnung mit Gott ist, dass der allmächtige Schöpfer ihm begegnen möchte, nur anders als man das vielleicht erwarten würde. Obwohl Elia schon ziemlich krasse Wunder mit Gott erlebt hat, ist er zu diesem Zeitpunkt sehr verzweifelt: er wird verfolgt, man trachtet ihm nach dem Leben, er denkt, er steht ganz allein da und eigentlich wünscht er sich zu sterben. In dieser Situation begegnet ihm Gott und es ereignen sich gewaltige Naturphänomene: Zuerst zieht ein Sturm auf, der Felsen zerschmettern kann, dann folgen Erdbeben und Feuer. Eigentlich genau der richtige Auftritt für einen allmächtigen Gott, um den verzweifelten Elia aufzurütteln und zu zeigen, wer hier eigentlich das Sagen hat. 


Wahrscheinlich denken wir oft, dass Gott genauso reden müsste, aber er redet nicht nur gewaltig und laut, sondern auch leise und zurückhaltend. Gott klopft manchmal leise an unser Herz an und fällt nicht mit der Tür ins Haus, wenn er uns begegnen möchte. 


Doch gerade in den stressigen und turbulenten Zeiten unseres Lebens überhören wir das „leise Säuseln des Windes“ eher und verpassen damit die Gelegenheit Gemeinschaft mit Gott zu haben, bei ihm Kraft zu tanken und uns seine guten Gedanken über uns und diese besondere Zeit ihm Jahr anzuhören. Dieses Jahr ist doch ein gutes Jahr, um genau das zu ändern und dann wird Weihnachten auch endlich das „besinnliche“ und „friedliche“ Fest, das wir uns alle wünschen. 


Action Step:

Reserviere dir heute einen Termin in dieser Woche für mindestens eine halbe Stunde Zeit mit Gott, oder sei ganz mutig und schalte heute einfach mal das Handy aus. Komm zur Ruhe vor Gott und höre, was er Dir gerade in der stressigen Weihnachtszeit zu sagen hat und tanke bei ihm auf.