Offenbarung 14
NGU2011
14
Das Lamm und die 144 000 Freigekauften
1Nun sah ich das Lamm auf dem Zionsberg stehen und bei ihm hundertvierundvierzigtausend#Od die hundertvierundvierzigtausend. Vergleiche Kapitel 7,4. Menschen, auf deren Stirn sein Name und der Name seines Vaters geschrieben waren. 2Aus dem Himmel ertönte ein Brausen, das sich wie das Tosen einer mächtigen Brandung und wie gewaltiges Donnerrollen anhörte und gleichzeitig wie Musik von Harfenspielern klang. 3Was ich hörte, war ein neues Lied, das vor dem Thron und vor den vier lebendigen Wesen und den Ältesten gesungen wurde.#W 3 Und sie singen etwas wie ein neues Lied vor dem Thron und vor den vier lebendigen Wesen und den Ältesten. Unter sie sind wohl die 144 000 zu verstehen, nach anderer Auffassung ein nicht näher bezeichneter himmlischer Chor; noch andere denken dabei an die Harfenspieler. Niemand war imstande, es zu lernen, außer den Hundertvierundvierzigtausend, die aus allen Völkern der Erde#Aü die von dem, was sie an diese Erde band. W die von der Erde. freigekauft sind. 4Sie haben sich durch keinerlei Untreue dem Lamm gegenüber schuldig gemacht, sondern haben sich rein bewahrt wie eine Braut für ihren Bräutigam#W 4 Diese sind es, die sich mit Frauen nicht befleckt haben, denn sie sind jungfräulich. Die Aussage ist wahrscheinlich in einem übertragenen Sinn zu verstehen (vergleiche das alttestamentliche Bild vom Ehebruch als Umschreibung der Götzenverehrung). und folgen dem Lamm, wohin es auch geht. Unter allen Menschen sind sie diejenigen, die freigekauft wurden und wie eine Erstlingsgabe Gott und dem Lamm geweiht sind#W die freigekauft wurden als eine Erstlingsgabe (od als eine Opfergabe; aL(2) von Anfang an) für Gott und das Lamm. Vergleiche 3. Mose 23,10.. 5Über ihre Lippen ist nie eine Lüge gekommen; es ist nichts an ihnen, was Tadel verdient.
Die Gerichtsbotschaft der drei Engel
6Dann sah ich einen Engel#W einen anderen Engel., der hoch oben am Himmel flog. Ihm war eine Botschaft von ewiger Bedeutung#Od das ewig gültige Evangelium. anvertraut, die er allen Bewohnern der Erde zu verkünden hatte, allen Völkern und Stämmen, den Menschen aller Sprachen und Kulturen. 7Mit lauter Stimme rief er: »Unterstellt euch Gottes Herrschaft#W Habt Ehrfurcht vor Gott. und erweist ihm die Ehre, ´die ihm gebührt`! Denn jetzt ist die Stunde gekommen, in der er Gericht hält. Fallt vor ihm nieder und betet ihn an, den Schöpfer des Himmels und der Erde, des Meeres und aller Quellen.«
8Auf den ersten Engel folgte ein zweiter. Er rief: »Sie ist gefallen! Gefallen ist die mächtige ´Stadt` Babylon, die allen Völkern vom Wein ihrer Unmoral zu trinken gab und damit den furchtbaren Zorn Gottes über sie brachte#Od die allen Völkern vom Wein ihrer leidenschaftlichen Unmoral zu trinken gab. W die allen Völkern vom Wein des furchtbaren Zorns (od der Leidenschaft) ihrer Unmoral zu trinken gab.
9Diesen beiden Engeln folgte ein dritter. Er rief mit lauter Stimme: »Wenn jemand das Tier und sein Standbild anbetet und sich das Kennzeichen des Tieres auf der Stirn oder auf der Hand anbringen lässt, 10muss er#Od muss auch er. aus dem Becher des Gerichts den starken, unverdünnten Wein von Gottes furchtbarem Zorn trinken. In Gegenwart der heiligen Engel und in Gegenwart des Lammes wird er in Feuer und ´brennendem` Schwefel Qualen erleiden. 11Keiner von denen, die das Tier und sein Standbild anbeten und das Kennzeichen tragen, das für seinen Namen steht#W und sich das Kennzeichen seines Namens anbringen lassen., wird jemals Ruhe finden, weder am Tag noch in der Nacht; der Rauch des Feuers, in dem sie Qualen leiden,#W der Rauch ihrer Qual. wird für immer und ewig aufsteigen.«
12Hier ist die ganze Standhaftigkeit derer gefordert, die zu Gottes heiligem Volk gehören – die unbeirrbare Treue derer, die seine Gebote befolgen und auf Jesus vertrauen.#W Hier ist die Standhaftigkeit der Heiligen, die Gottes Gebote und den Glauben an Jesus / das Vertrauen auf Jesus bewahren. – Nach Auffassung mancher Ausleger gehört Vers 12 noch zur Rede des Engels (Verse 9 bis 11).
13Aus dem Himmel hörte ich eine Stimme, die mir befahl: »Schreibe: Glücklich zu nennen sind die, die dem Herrn bis zu ihrem Tod treu bleiben#Od sind die, die ihre Treue zum Herrn das Leben kostet. W sind die Toten, die im Herrn sterben.! ´Das gilt` von jetzt an ´mehr als je zuvor`.« – »Ja«, sagt der Geist, »sie werden sich von aller Mühe ausruhen, denn was sie getan haben, wird nicht unbelohnt bleiben#W denn ihre Werke folgen ihnen / begleiten sie.
Die Erde – reif für das Gericht
14Dann sah ich eine leuchtend weiße Wolke, auf der jemand saß, der wie der Menschensohn#Od wie ein Mensch. Siehe die Anmerkung zu Kapitel 1,13. aussah. Er trug eine goldene Krone auf dem Kopf und hielt eine scharfe Sichel in der Hand. 15Ein Engel#W Ein anderer Engel. Gemeint ist wohl: ein anderer als die in den Versen 6, 8 und 9 genannten. kam aus dem Tempel ´im Himmel` und rief dem, der auf der Wolke saß, mit lauter Stimme zu: »Mach dich mit deiner Sichel an die Arbeit#W Schick deine Sichel. und bring die Ernte ein! Die Zeit dafür ist gekommen; die Erde ist reif#Od überreif. für die Ernte.« 16Da ließ der, der auf der Wolke saß, seine Sichel über die Erde gleiten, und die Erde wurde abgeerntet.
17Nun kam aus dem Tempel im Himmel ein anderer Engel; auch er hatte ´ein Erntewerkzeug` bei sich, ein scharfes Winzermesser#Im Griechischen dasselbe Wort wie Sichel in den Versen 14 bis 16.. 18Und ein weiterer Engel kam vom Altar her; es war der Engel, dem das Feuer unterstellt war. Mit lauter Stimme rief er dem, der das Winzermesser in der Hand hielt, zu: »Mach dich mit deinem scharfen Winzermesser an die Arbeit#W Schick dein scharfes Winzermesser. und ernte die Trauben vom Weinberg der Erde! Sie#W Seine Beeren. sind reif.« 19Da ließ der Engel sein Messer durch den Weinberg der Erde fahren und erntete ihn ab. Die Früchte warf er in eine riesige Weinpresse außerhalb der Stadt, die Weinpresse von Gottes furchtbarem Zorn. 20Als die Trauben gekeltert wurden#W Als die Kelter getreten wurde. In Palästina wurden die Trauben durch Stampfen mit den bloßen Füßen ausgepresst., schoss ´ein Strom von` Blut aus der Presse, der den Pferden bis an die Zügel reichte und tausendsechshundert Stadien weit floss#Od der noch in einer Entfernung von tausendsechshundert Stadien den Pferden bis an die Zügel reichte. 1600 Stadien: etwa 300 Kilometer..

2011 Genfer Bibelgesellschaft

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