1. TimotheusbriefBeispiel

1. Timotheusbrief

Tag 7 von 12

Im dritten Kapitel legt Paulus den Schwerpunkt auf die Ordnung der Gemeinde in Bezug auf ihre Leitung. Er unterscheidet zwischen Aufsehern (Vers 1-7) und Diakonen (Vers 8-13). Wer einen solchen Dienst anstrebt, muss bestimmte persönliche Voraussetzungen erfüllen:

  • Erfahrung und Bewährung im bisherigen Dienst
  • Einen guten Ruf in der Öffentlichkeit

Wer für die Ordnung in der Gemeinde zuständig sein soll, in dessen Leben und Familie soll auch die Ordnung Gottes erkennbar sein. Paulus fordert hier keine Perfektion, sondern eine klare Lebensausrichtung. Denn auch Leiter können versagen und die Familie kann aus den Fugen geraten, aber die Einstellung sollte stimmen. Wer im Persönlichen gleichgültig und nachlässig ist, wird auch in der Gemeinde keinen weiterführen können!

Der Vergleich zwischen den Aufsehern und Diakonen zeigt, dass die Anforderungen ähnlich sind. Unterschiedlich ist, dass Diakone auch Frauen sein können (z.B. Phöbe in Römer 16,1) und dass die Ältesten eine Lehrbegabung haben müssen. Die Begriffe Älteste und Aufseher meinen dieselbe Person (vgl. Apostelgeschichte 20,17 und 28). Paulus betont, dass beide Dienste, Aufseher und Diakone, schöne Aufgaben sind. Wer sie ausübt, wird reich im Glauben.

Im letzten Abschnitt des Kapitels (Vers 14-16) weist Paulus in Form eines Christushymnus auf den hin, der das Fundament der Gemeinde ist: Jesus Christus. Die Gemeinde ist das Haus Gottes, dessen Säulen die Wahrheit und dessen Fundament Christus ist. Paulus nennt dieses Christusbekenntnis das "Geheimnis der Gottesverehrung".

Dieses wunderbare Bild zeigt deutlich, dass die Leiter und Mitarbeiter nicht einer äußeren Organisation, einem Gebäude oder einer Kirche dienen, sondern Christus, dem Hausherrn und der Wahrheit in Person.

Zum Nachdenken:

Die Ordnungen einer Gemeinde sind kein Widerspruch zur Freiheit der Geistesleitung, denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung (1. Korinther 14,33).

Fragen zum Austausch:

In welcher Weise bereichert es meinen Glauben, wenn ich einen Dienst in der Gemeinde übernehme? Nicht unbedingt eine Leitungsaufgabe, sondern einen Dienst, der meinen Gaben entspricht. Worin wird es deutlich, dass Christus das Fundament einer Gemeinde ist?

Die Heilige Schrift

Über diesen Leseplan

1. Timotheusbrief

Der 1. Brief des Paulus an seinen geistlichen Sohn Timotheus ist ein Muster der Ermutigung, im Glauben vorwärts zu gehen. Das gilt nicht nur für Leiter, sondern für jeden, der seine Gaben, die ihm Gott geschenkt hat, entfalten will. Der Plan führt in 12 Tagen durch diesen spannenden Brief.

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Wir möchten uns bei Route 66 - Quer durch die Bibel für die Bereitstellung dieses Plans bedanken. Weitere Informationen finden Sie unter: www.ewaldkeck.de