Werde ich wieder leben?

Andacht

3. Glaube. Vertraue.





Während ich dir gerade schreibe, fällt mein Blick auf den Fussboden meines Wohnzimmers, wo ich vor wenigen Jahren noch gelegen bin. Ja, am Fussboden… 





Mit der Diagnose “schwere Depression” war ich nun schon eine ganze Zeit lang zuhause gewesen und hatte kaum noch Kraft, morgens überhaupt aufzustehen. So lag ich sehr oft einfach am Boden.





Doch ich hielt meine gelbe Bibel dabei immer in der Hand. Weil ich wusste, dass ich es wieder schaffen würde, diese aufzuschlagen. Im Moment war mir noch alles zu viel, doch ich hatte in meiner Schwäche immer noch ein Ziel:





“Ich aber werde stets auf Dich hoffen und noch mehr dazu beitragen, dass man Dich überall rühmt. Aus meinem Mund wird man hören, wie Du Deine Treue erweist, den ganzen Tag will ich davon reden, dass Du Rettung schenkst. Ich kann gar nicht mehr zählen, wie oft Du schon geholfen hast.” (Psalm 71,14-15 HFA)





Hab immer ein Ziel vor Augen - glaub daran und vertraue! Und genau das ist es, was ich an David soooo sehr liebe! Diesen Vers schrieb er nicht, als es ihm gut ging! Aaaaber, er glaubte und vertraute bis zum Schluss! 





Wie sehr hat mich seine Ausdauer in meiner schweren Zeit ermutigt, dranzubleiben! Denn sein Flehen endete nie einfach mit: “Gott, jetzt greif bitte ein!” Er setzte immer noch ein: “...wie Du es so oft schon getan hast…” an. Glauben. Vertrauen.





David war “ein kleiner Chaot”. Auch er hat “versagt” und ja, auch er hatte depressive Zeiten! Doch was Gott über ihn sagt, verpasst mir wirklich Gänsehaut: “Er macht mir Freude!” (siehe 1. Samuel 13,14)





Gott freute Davids Glaube, ja, Er liebt es, wenn wir Ihm vertrauen! (siehe 1. Mose 15,6)


Mehr noch: “Nur der wird Gottes Anerkennung finden und leben, der Ihm vertraut!” (Habakuk 2,4 HFA)





Komm mit deinem Schmerz vor Gott und hänge den oben genannten Psalm 71,14-15 an, um deinen Glauben und dein Vertrauen durch ausgesprochene Worte wachsen zu lassen.





Denn ER ist ein Gott, der Wunder tut. Ich liege heute nicht mehr auf dem Fussboden meiner Wohnung, sondern sitze an einem wunderschönen Tisch und schreibe dir von diesem grossen Wunder, das ich erleben durfte. 





Was Er für mich getan hat - kann Er locker für dich tun!





Glaube. Vertraue.





Danke für dich!