Deine Umstände bestimmen nicht deine Richtung

Tag 4 von 7 • Tageslesung

Andacht




Tag 4: Wer steht am Ruder?


Steh auf und werde Licht! - Jesaja 60,1


Viele Christen sind unterwegs mit der Einstellung: „Gott, Du machst schon alles recht.“ Und dann kommen die Böen und die Wellen, es bläst sie hierhin und dorthin, der Wind dreht, sie werden zurückgeworfen und treiben weiter und sie sagen: „Gott, Du machst das schon, Hauptsache, ich bin irgendwann bei Dir.“ Und das ist falsch. Gott sagt zu dir: „Steh auf!“ Du selbst hältst das Steuerrad deines Lebens in der Hand. Nicht der Wind, nicht die Wellen, sondern du selbst bestimmst, wo es hingeht! 


So habe ich es auch auf dem Segeltörn erlebt. Als wir losfuhren, sah unser Skipper Dirk zu, dass wir gut aus dem Hafen rauskamen. Irgendwann draußen auf der See fragte er: „Daniel, möchtest du mal ans Steuer?“ Natürlich wollte ich! Und es war herrlich. Das Steuerrad für ein solches Schiff in der Hand zu halten, ist etwas ganz Besonderes. Ich musste erst lernen, wie das Schiff auf mein Steuern reagiert, wie es sich bewegt, und als ich schon dachte, ich hätte mich daran gewöhnt, machte es „Flop!“ - und wir bewegten uns nicht mehr voran. 


Der Skipper neben mir sagte: „Du musst auch auf den Wind achten!“ Denn nur wenn der Wind in die Segel bläst, kommt man voran. Und er zeigte mir, wie ich auf den Instrumenten ablesen konnte, dass es mit dem Wind und den Segeln stimmte. Dann sagte der Skipper: „Du musst auch das Ziel im Blick behalten. Siehst du dahinten das Tal mit dem weißen Strand davor? Da wollen wir hin!“ Und ich merkte: Es ist richtig anstrengend. Ich muss mich völlig konzentrieren und die Instrumente und alles andere im Blick behalten. Ich war dankbar, dass der Skipper neben mir stand und sagte: „Daniel, mach es so“ und „Jetzt schau hier“ und „Nun da lang!“ 


Ich habe einmal ein Gemälde gesehen von einem Schiff auf rauer See. Am Ruder stand ein Steuermann - und Gottes Hand lag auf seiner Schulter. Wir denken gern, Gott würde alles tun, Er würde uns alles abnehmen. Doch das Steuerrad unseres Lebens halten wir selbst in der Hand! Gott sagt: Geh du ans Ruder. Und Er stellt sich neben uns und zeigt uns, wie es geht. Das ist ein großer Unterschied! 


❓Was löst der Gedanke, dass du selbst am Ruder stehst, in dir aus?


❓Was könntest du konkret tun, um deinen Platz am Ruder deines Lebens neu einzunehmen?


Gebet: „Gott, bitte vergib mir, wo ich mich hab treiben lassen und Dich sogar als Ausrede dafür benutzt habe. Danke für die Erkenntnis, dass ich selbst am Steuer stehe und eine Wahl habe. Und danke, dass Du neben mir stehst und mich leitest! AMEN.“