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Apostelgeschichte Die Welt

Die Welt
Einführung in die Apostelgeschichte
Jerusalem.
Judäa. Samaria. Galiläa.
Damaskus. Antiochia. Arabien. Syrien.
Zypern. Ikonion. Lystra.
Troas. Philippi. Mazedonien.
Athen. Korinth. Griechenland. Ephesus. Kleinasien.
Und so weiter und so weiter.
Die Nachricht breitete sich aus.
Unaufhaltsam.
Es ging gar nicht anders.
Die Botschaft konnte nicht in den Mauern von Jerusalem eingeschlossen bleiben.
Die Nachricht von Jesus muss alle erreichen.
Jesus selbst hatte das seinen Gefährten beim Abschied gesagt:
»Ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Gottesgeist auf euch kommen wird. Dann werdet ihr meine Botschafter sein, verlässliche Zeugen, in Jerusalem und in ganz Judäa und Samaria und bis in die letzten Winkel der Erde!«
Die Aussage ist klar.
Gott hat die Welt im Blick.
Sie ist ihm nicht gleichgültig.
Und deshalb muss das, was in Nazareth und Bethlehem anfing und was in Jerusalem geschah, weitergetragen werden in die Dörfer und die Hauptstädte. Nach Syrien und in die Provinz Asia, nach Griechenland und schließlich nach Rom.
Von Jerusalem nach Rom.
Auf diese Reise nimmt Lukas seine Leser in diesem zweiten Bericht aus seiner Feder mit.
Als Reisebegleiter von Paulus hat er manches selbst miterlebt, was er hier beschreibt.
Anderes hat er recherchiert, genauso gründlich wie seinen ersten Bericht über das Leben von Jesus.
Systematisch hat er die befragt, die dabei waren.
Apostelgeschichte, Taten der Apostel.
So wird sein zweiter Bericht zumeist genannt.
Und das trifft es.
Denn hier wird berichtet von Petrus und Jakobus, von Paulus und Barnabas und manchen anderen.
Und dennoch trifft dieser Titel nicht den Kern der Sache.
Und zwar aus mehreren Gründen.
Zunächst einmal erscheinen viele andere Jesusbotschafter nicht in seinem Bericht.
Wie ging es weiter mit Johannes und Thaddäus, mit Thomas und Bartholomäus, mit Matthias und all den anderen?
Was geschah mit Maria, der Mutter von Jesus, und seinen übrigen Verwandten?
Darüber schweigt Lukas.
Sein Bericht will nicht umfassend die Geschichte der ersten Christen wiedergeben. Das könnte er auch gar nicht.
Aber er will die Richtung zeigen, in der es weiterging.
Er will deutlich machen, wie sich die Botschaft ausbreitete und wie die ersten Gemeinden trotz Verfolgungen und Schwierigkeiten anfingen, das Römische Reich und die anderen Länder ringsherum von innen her zu verändern.
Und da ist noch ein zweiter Grund, warum der Titel nicht ganz zutrifft.
Lukas erzählt eine zweite Geschichte, die hineingewoben ist in die Geschichte der Menschen.
Das ist die Geschichte des Geistes Gottes.
Die Geschichte von Jesus selbst, der durch seinen Geist in der Welt handelt.
Diese beiden Geschichten berichtet Lukas zusammen.
Menschengeschichte und Geistesgeschichte.
Das ist die Schnittstelle, wo Gottes Geist Menschen bewegt.
Und die bewegen dann die Welt.
Der Bericht, den Lukas über die Aposteltaten verfasst hat, endet offen.
Am Ende steht kein Punkt, sondern ein Doppelpunkt.
In Rom angekommen, gibt Paulus die Gottesbotschaft weiter.
Dort im Zentrum der damaligen Welt.
Doch das ist kein Ende.
Sondern erst der Anfang.
Die Geschichte der Jesusbotschafter geht weiter.
Bis auf den heutigen Tag.
Die Wunder des Gottesgeistes ereignen sich in aller Welt.
Die Botschaft von Jesus ist nicht aufzuhalten.
Auch wenn viele es versucht haben und immer wieder versuchen.
Und so gilt das letzte Wort in diesem Bericht von Lukas bis heute.
Es heißt: Ungehindert.
Die Nachricht von Jesus erreicht die ganze Welt.
Ungehindert.

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