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Lukas Begegnungen

Begegnungen
Einführung in das Lukasevangelium
Das dritte Evangelium stammt von Lukas.
Wer er war?
Viel wissen wir nicht.
Aber was wir wissen, ist beeindruckend.
Lukas war ein griechischer Arzt, ein gebildeter Mann mit einem starken Interesse an Einzelheiten und großen Zusammenhängen.
Irgendwo in Kleinasien begegnete er dem Apostel Paulus.
Von da an begleitete er ihn durch Griechenland. Mit ihm kam er nach Jerusalem und schließlich nach Rom.
Weite Wege nahm er auf sich, um mit Paulus die Botschaft von Jesus zu den Menschen in den verschiedensten Völkern zu bringen.
Deshalb schrieb er auch sein Evangelium, seinen Lebensbericht von Jesus. Damit wollte er besonders die ansprechen, die nicht zum Volk Israel gehörten und deshalb die Gottesbücher nicht kannten.
In Jerusalem und an anderen Orten suchte er die Augenzeugen auf und befragte sie ausführlich. Und das, was diese Augenzeugen ihm erzählten, schrieb er auf.
So finden sich in seinem Evangelium viele Einzelheiten, die nur er überliefert. Der Bericht von der Geburt von Jesus, von Maria und Josef, von den Hirten und den Engeln ist ein Beispiel dafür.
Lukas hat ein echtes Interesse an Menschen, an Geschichten und an der Wahrheit.
Er will den Dingen auf den Grund gehen und landet dann bei Jesus.
Von ihm ist er fasziniert.
Jesus hat sein Leben berührt.
Und jetzt will er dem nachspüren, wo andere von ihm berührt wurden.
Diese Menschen stellt er dar.
Ihre Geschichte mit Jesus. Oder besser gesagt: Ihre Geschichten.
Denn es sind viele, denen Jesus begegnet ist.
Viele, deren Leben dann erneuert wurde.
Sein Evangelium ist voll davon, von ganz persönlichen Geschichten.
Zacharias und Elisabeth.
Simeon und Hanna.
Maria und Josef.
Petrus und Andreas.
Jakobus und Johannes.
Maria Magdalena und Salome.
Die zwölf Weggefährten und die siebzig Boten.
Die Männer und Frauen, die Jesus nachfolgten.
Ihnen allen begegnete er, Jesus.
Und diese Begegnung veränderte ihr Leben. Für immer.
Am Ende berichtet Lukas von den beiden Männern auf dem Weg nach Emmaus.
Und schließlich von denen, die in alle Welt gingen, mit der Botschaft von Jesus.
Doch das ist dann der Inhalt seines zweiten Buchs, das von den Taten der ausgesandten Boten berichtet.
Eine Geschichte allerdings bleibt offen.
Das ist die von Theophilus, dem Mann, dem Lukas seine Bücher widmete.
»Gottesfreund« – das heißt Theophilus übersetzt.
Ob er damit einen bestimmten Menschen damals gemeint hat, ist nicht klar.
Vielleicht war es ein hochgestellter römischer Beamter.
Vielleicht sogar der Kaiser selbst?
Auf jeden Fall hat Lukas seinen Bericht auch für uns heute geschrieben.
Für Menschen, die sich sehnen nach einer Begegnung mit ihm.
Mit Jesus, dem Messias.
Dem Retter der Welt.

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