Die Stürme des Lebens

Tag 6 von 7 • Tageslesung

Andacht

Schuldig!


Mit dem grossen “Bitte halten” Schild in der Hand winkte die Polizei mich raus!


Sie hatten mich tatsächlich erwischt, wie ich in diesem Berufsverkehr im Stau stand und zum Handy gegriffen hatte...


Als ich das Fenster herunter liess, war meine prompte Reaktion: “Schuldig!” Verdutzt schauten die Polizisten mich an: “So etwas haben wir auch noch nie erlebt. Normalerweise hören wir erst eine Menge Ausreden, bevor die Menschen zugeben, dass sie einen Fehler gemacht haben.”


Mein Geständnis änderte nichts an der Strafe, doch an der Stimmung zwischen den Polizisten und mir und auch der Stimmung meines Herzens. Denn in dieser Unruhe fand ich Frieden.


Denk einmal an die zwei Verbrecher, die mit Jesus am Kreuz hingen. Einer davon gestand: “Wir werden hier zu Recht bestraft. Wir haben den Tod verdient.” (Lukas 23,41 HFA) Der andere Verbrecher hingegen hatte nichts als Spott übrig. 


Beide mussten für ihre Straftat den hohen Preis des Todes bezahlen. Doch der, der seine Schuld bekannte, hörte von Jesus die tröstenden Worte: “Ich versichere dir: Noch heute wirst du mit mir im Paradies sein.” (Lukas 23,43 HFA)


Es ist nicht immer leicht, seine Schuld einzugestehen. Doch es wird dann definitiv leichter, weiterzuleben und irgendwann reinen Herzens vor Gott zu stehen.


Wenn Gott dich heute mit einem “Bitte halten” Schild aus dem Verkehr ziehen würde,


was würde dir zuerst in den Sinn kommen? Würdest du versuchen, Ausreden zu finden, oder wärst du bereit, “schuldig” zu rufen?


Redest du dich raus, oder machst du was daraus?”


Ich möchte dich ermutigen, das vor Gott zu bringen, was an deinem Gewissen nagt. Du kannst es abgeben: “Er wurde für uns bestraft - und wir? Wir haben nun Frieden mit Gott!” (Jesaja 53,5 HFA) Ich empfehle dir, das ganze Kapitel zu lesen, denn mir kommen immer wieder die Tränen dabei. SO IST GOTT.


Lass uns gemeinsam beten: “Jesus, Danke für diese kleine Ermahnung. Bitte vergib mir! Ich möchte ein reines Herz haben und bin Dir so dankbar, dass Du alle Schuld auf Dich genommen hast! Danke für das Kreuz! Amen!”


Danke für Dich!


Déborah Rosenkranz