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It Is Written

Tag 19 von 31

Finde Frieden

Marcus Brecheen

Als ich heranwuchs, wurde mir beigebracht, dass ich meine Errettung mindestens 30- oder 40-mal am Tag verlieren und gewinnen kann. Ich wurde in dem Glauben erzogen, dass ich durch ein perfektes Leben in den Himmel kommen würde. Meine größte Sorge war es, einmal vor Gott zu stehen und immer noch irgendeine Sünde auf meiner ‚Tafel‘ stehen zu haben. In dem Versuch, ein perfektes Leben zu führen, war ich wirklich gefangen. Ich fragte mich ständig: „Gibt es irgendetwas, worüber ich jetzt Buße tun müsste?“ Wenn mir nichts einfiel, dann ging ich davon aus, dass ich wenigstens meinen Stolz darüber bereuen müsse. Auf diese Weise wühlte meine Religion mein Innerstes Tag für Tag auf, und es war eher ein Kampf als eine Lebensweise für mich. So ging es weiter, bis Jahre später endlich der Kampf aufhörte; und es war das Wort Gottes, das darunter einen Schlussstrich zog. Wie du siehst, kann sich das Wort Gottes als lebendig und wirksam in unserem Leben erweisen und wir brauchen es für die Kämpfe, die sich in unserem Innern abspielen.

Als Gott uns erschuf, tat Er das nach Seinem eigenen Bild mit Geist, Seele und Körper – und nur eins von diesen Dreien kann die Leitung übernehmen. Adam und Eva wurden anfangs von ihrem Geist geleitet, weil sie ständig in Gemeinschaft mit Gott waren. Nachdem sie dann in Sünde gefallen waren, übernahm ihre Seele die Führung. Genauso kamen auch wir auf diese Welt; bestimmt von unserer Seele, die aus dem Verstand, dem Willen und den Gefühlen besteht. Im Grunde genommen besitzen wir das Wissen um das Gute, ohne die Kraft zu haben, es auch zu tun; und das Wissen um das Böse, ohne die Kraft zu haben, es zu vermeiden. Dafür ist unsere Seele verantwortlich. Zum Glück aber wurde uns das Wort Gottes gegeben – in Römer 10,17 (SCH2000) lesen wir: „Demnach kommt der Glaube aus der Verkündigung, die Verkündigung aber durch Gottes Wort.“ – und uns wurde die Fähigkeit gegeben, mit Gott zu kommunizieren.

Das Problem ist Folgendes: Wir werden von unserer Seele beherrscht, bis wir unser Leben Gott übergeben – das mögen vielleicht 20, 30 oder 40 Jahre sein – und dann lebt der Geist in unserem Inneren auf und wir sagen: „Ich möchte, dass Gott mein Leben leitet.“ Aber die Seele sagt: „Keineswegs“, und so beginnt der Kampf. Die gute Nachricht ist, dass das Wort Gottes uns von der Oberherrschaft unserer Seele frei machen will und ebendiese von Gott für uns geschaffene Reihenfolge wiederherstellen will. Wenn also in unserem Inneren ein Kampf zwischen Geist und Seele tobt, müssen wir nach dem Wort Gottes greifen – es ist eine scharfe Waffe, die uns Freiheit bringt.

Gebet

Vater, ich danke Dir, dass ich Dein Wort hören darf und jeden Tag mit Dir sprechen kann. Gib mir nicht nur die Erkenntnis des Guten und die Kraft, es zu tun, sondern auch die Erkenntnis des Bösen und die Kraft, es zu meiden. Lass meinen Geist die Führung in meinem Leben übernehmen. In Jesu Namen, amen.

Lernvers

Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens. Hebräer 4,12 (SCH2000)

Über diesen Leseplan

It Is Written

Diese 31-tägige Andacht, zusammengestellt aus Vorträgen der Pastoren Robert Morris und Marcus Brecheen von der Gateway Church, fokussiert sich auf die Bedeutung des Wortes Gottes für unser tägliches Leben. Jeder Tag beleuchtet, was das Wort Gottes für uns ist – Atem, Brot, Wasser, Schwert und Lampe – und in welcher Weise es für unser Leben gilt. Durch diesen Leseplan wirst du dazu angeregt, Gott näherzukommen und Sein Wort täglich in dein Herz aufzunehmen.

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Wir danken Gateway Church vielmals für die Bereitstellung dieses Leseplans. Für mehr Informationen besuche bitte https://gatewaypeople.com