Es steht geschriebenBeispiel

It Is Written

Tag 18 von 31

Ich werde beschützt

Marcus Brecheen

Als ich 16 wurde, machte ich an einem Schultag meinen Führerschein. Nach dem Abendessen nahm mich mein Vater zur Seite, kurz bevor er mir den Schlüssel zu seinem Auto gab. Er sagte: „Setz dich, mein Sohn. Wir müssen kurz etwas bereden. Du hast jetzt den Führerschein und bist ein guter Fahrer, aber du solltest eines wissen: Wenn du einen Strafzettel bekommst, nehme ich dir den Autoschlüssel für einen Monat weg.“ Was denkst du, was passierte? Drei Tage später bekam ich einen Strafzettel, weil ich zu schnell gefahren war. Natürlich waren die ersten Worte, die mein Vater sagte: „Gib mir deinen Schlüssel.“ Ich versuchte, mich herauszureden, aber das war umsonst. Genau wie er es gesagt hatte, durfte ich einen Monat lang nicht fahren. Das habe ich daraus über meinen Vater gelernt: Er meinte, was er sagte. War es unnachgiebig und lieblos, dass er so handelte? Nein. In Wirklichkeit war es zuallererst ein Zeichen der Liebe, dass er mich sein Auto fahren ließ. Er bestrafte mich nicht. Er beschützte mich.

In gleicher Weise liebt unser himmlischer Vater uns und möchte uns beschützen. Oft verwechseln wir Menschen das mit einem harten und unnachgiebigen Handeln. Aber Gott gab uns in Seinem Wort die Zusage, uns zu beschützen; nicht, uns einzuschränken oder zu beengen.

Nun, schon die bloße Tatsache, dass du und ich Schutz nötig haben, deutet an, dass wir einiges an negativer Aufmerksamkeit auf uns ziehen werden. Und trotzdem ist es wichtig, zu verstehen, dass diese negative Aufmerksamkeit sich nicht gegen uns persönlich richtet. Weil der Teufel Gott nicht angreifen kann, wendet er sich gegen uns und verletzt uns, weil er dadurch Gott verletzen kann. Er macht das, indem er Gottes Kindern Sein Wort raubt. In Markus 4,15 (SCH2000) heißt es: „… und wenn sie es gehört haben, kommt sogleich der Satan und nimmt das Wort weg, das in ihre Herzen gesät worden ist.“

Das geschieht schon seit Beginn der Schöpfung. In 1. Mose 2,16–17 gebietet Gott Adam, nicht vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen zu essen, und sagt: „… (Wenn du) davon isst, musst du gewisslich sterben!“ Das war das erste Mal, dass Gott Sein Wort in das Herz eines Menschen säte. Aber nur kurze Zeit später sagte Satan zu Eva, dass Gottes Aussage über den Baum nicht wahr sei. Das war ein Angriff gegen Gott, nicht gegen Eva. Adam und Eva betrachteten das Gebot Gottes, nicht von einzig und allein diesem Baum im ganzen Garten zu essen, als eine Strafe und nicht als Schutz. Wenn wir zu der Einsicht gelangen, dass Gottes Wort uns beschützen will, werden wir Gott nicht mehr als Vollstrecker ansehen, sondern als unseren liebenden Vater und Beschützer.

Gebet

Vater, danke, dass Du ein guter Vater bist, dessen Wort mir Schutz vor dem Feind bietet. Bitte schütze mein Leben, wenn ich Dir durch das Lesen und Befolgen Deines Wortes Dir näherkomme. In Jesu Namen, amen.

Lernvers

Der Herr ist meine Stärke und mein Schild; auf Ihn hat mein Herz vertraut, und mir ist geholfen worden. Psalm 28,7 (ELBBK)

Über diesen Leseplan

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Diese 31-tägige Andacht, zusammengestellt aus Vorträgen der Pastoren Robert Morris und Marcus Brecheen von der Gateway Church, fokussiert sich auf die Bedeutung des Wortes Gottes für unser tägliches Leben. Jeder Tag beleuchtet, was das Wort Gottes für uns ist – Atem, Brot, Wasser, Schwert und Lampe – und in welcher Weise es für unser Leben gilt. Durch diesen Leseplan wirst du dazu angeregt, Gott näherzukommen und Sein Wort täglich in dein Herz aufzunehmen.

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Wir danken Gateway Church vielmals für die Bereitstellung dieses Leseplans. Für mehr Informationen besuche bitte https://gatewaypeople.com