Zum Kreativsein berufen

Tag 3 von 5 • Tageslesung

Andacht

C.S. Lewis


Wenn wir unsere Arbeit als Gottes Berufung verstehen, verändert dies unsere Motivation für das Erschaffen, die Art und Weise, wie wir erschaffen und sogar die Endergebnisse. Wenn wir uns den Absichten des Rufenden unterwerfen, werden wir auf der Suche nach Möglichkeiten sein, wie wir Gott ehren und andere Menschen durch die Dinge, die wir erschaffen, lieben können. Das Leben von C.S. Lewis zeigt uns, dass, wenn wir in Christus bleiben (Johannes 15,4), der Heilige Geist uns die Augen öffnet, sodass wir sehen, wo Er die Welt bewegt und zu welchen Schöpfungen Er uns beruft.


Als C.S. Lewis im Alter von 32 Jahren sein Leben Jesus Christus widmete, befand er sich bereits auf dem Weg zu einer erfolgreichen Karriere als Akademiker und Autor. Obwohl Lewis' neugefundener Glaube ihn nicht dazu veranlasste, einer anderen Arbeit nachzugehen, veränderte sich durch seine Bekehrung ganz klar seine Beziehung zu seiner Arbeit. Diese sah er nun als Möglichkeit an, Gott zu ehren und anderen Menschen zu dienen. Zweifellos hatte dies Einfluss auf das, was Lewis hervorbrachte.


In Werken wie Pardon, ich bin Christ. Meine Argumente für den Glauben,Dämonen im Angriff und Vier Arten der Liebe enthüllte Lewis mithilfe seiner Worte den Charakter Gottes. Das beste Beispiel dafür ist die Kinderbuchserie "Die Chroniken von Narnia" mit ihrer Hauptfigur Aslan, einem Christus-ähnlichen Löwen, der Narnia erschafft und es durch seinen Opfertod rettet.

Entgegen einer vielleicht weitverbreiteten Meinung schloss sich Lewis ebenso wenig wie die meisten Kulturschaffenden in einen Raum ein, bis er eine Idee für ein Erzeugnis hatte, das den erlösenden Charakter Gottes offenbaren würde. Lewis erklärte einmal: "Manche Menschen scheinen zu glauben, dass ich angefangen habe, indem ich darüber nachgedacht habe, wie ich Kindern etwas über das Christentum erzählen könnte. Dann hätte ich mich auf die Gattung Märchen festgelegt, dann Informationen über Kinderpsychologie gesammelt,... dann eine Liste grundlegender christlicher Wahrheiten erstellt und 'Allegorien' ausgearbeitet, die diese verkörpern. Das alles ist blanker Unsinn. Ich könnte so nicht schreiben. Alle meine sieben Narnia-Bücher begannen, indem ich Bilder in meinem Kopf sah. Der Löwe, die Hexe und der Wandschrank begannen mit einem Bild eines Fauns, der einen Regenschirm und Päckchen durch einen verschneiten Wald trägt... Eines Tages sagte ich mir dann: Ich will versuchen, daraus eine Geschichte zu machen. Am Anfang hatte ich kaum eine Ahnung, wie sich diese Geschichte entwicklen würde. Doch dann landete plötzlich mit einem Satz Aslan in ihr.... Als er einmal da war, hielt er die ganze Geschichte zusammen."


Wie bei Lewis werden uns die Ideen für unsere Kreationen wahrscheinlich nicht in Brainstorming-Sitzungen kommen, in denen wir uns gänzlich darauf konzentrieren, wie wir etwas erschaffen können, das Gottes Charakter offenbart. Doch wenn wir anfangen zu erschaffen und wir "das Wort Christi reichlich unter [uns] wohnen" lassen (Kolosser 3,16), werden wir zweifellos sehen, wir wir unsere Erzeugnisse nutzen können, um den Charakter unseres Schöpfers und Berufenden zu offenbaren. Wenn sich unsere Arbeit wie eine Berufung anfühlen soll, dann müssen - wir wie Lewis - gewillt sein, den wahren Aslan mit einem Satz in jeden Bereich unseres Lebens zu lassen, einschließlich unserer Arbeit.