#JESUS2019 - Tägliche Andachten

Andacht

Am Tag vor dieser Begebenheit hat Jesus dieses megakrasse Wunder mit den fünf Broten und zwei Fischen vollbracht (vgl. Joh.6,1-13). Die Leute waren außer sich vor Begeisterung und wollten Jesus zum König erheben. Und am nächsten Tag kommen die Leute erneut zusammen, sie suchen Jesus und finden ihn aber nicht, denn er spazierte nachts ja auf die andere Seite des Sees… direkt auf dem Wasser. Aber dieses Wunder haben die Leute verpasst und das, wo sie doch so heiß auf das nächste Wunder waren.


Jesus erkennt ihre Sensationsgeilheit und versucht ihnen klar zu machen, dass das gestrige Wunder sie nur an der Oberfläche ihrer Seele gekitzelt hat. Das eigentliche Wunder haben sie auch dort verpasst. Denn es ist nicht das leckere Gerstenbrot, das für eine gewisse Zeit lang satt macht. Nein, es ist ein göttliches Brot, das tatsächlich für immer sättigt und sogar ewiges Leben schenkt.


Auf die Antwort, wie man denn dieses Brot bekommt, verblüfft Jesus die Leute etwas. Es ist nämlich nicht die richtige Zauberformel, ein Ritual oder eine bestimmte Haltung, mit der man Gott überzeugen kann. Jesus sagt, dass es ausreicht, an Gott zu glauben. 


Für mich hört sich das einfach zu einfach an. Nur Glauben… na, das tue ich doch. Aber tue ich das wirklich?


Glaube ich, dass Jesus für mich auf die Erde gekommen ist?

Dass er für mich gestorben ist, obwohl ich es nicht verdient habe?

Dass Gott will, dass ich innerlich gesättigt bin?

Dass Gott ein Leben in Fülle für mich will?


Wenn mir das klar wäre, dann wäre ich wirklich satt. Dann müsste ich nicht mehr um mein Stück vom Kuchen kämpfen. Dann müsste ich nicht mehr um die Anerkennung anderer Menschen buhlen, sondern hätte alle Anerkennung, die ich brauche.


Und hier merke ich, dass ein Weg vor mir liegt und ich oft genauso auf das Hier und Heute schaue oder die Wunder in der tiefen Dimension gar nicht ergreife. Wie kann ich neu glauben? Vor allem, wenn ich Gottes Heilung oder Versorgung nicht immer erlebt habe?


ACTION STEP:


Sprich mit Gott über die Situation, in der du ihn nicht erlebt hast und frage ihn, wo er da war. Tausche deine Enttäuschung darüber im Gebet gegen neues Vertrauen ein und bitte Jesus, diese Wunden und Ängste anzugehen.


Andreas Hörner – ICF Grünheide