Nicht überzeugt: Als Skeptiker den Glauben erkunden

Tag 1 von 7 • Tageslesung

Andacht

Wenn du jemandem eine Frage über den Glauben, über Gott oder über Jesus stellst, dann wird er höchstwahrscheinlich irgendwas antworten, worin die Worte „Die Bibel sagt …“ vorkommen. Als Kind hat dir diese Antwort vermutlich genügt. Wenn Gott ein Buch geschrieben hat, warum sollten wir dann bezweifeln, was darinsteht?


Aber für die meisten von uns wird die Aussage „Die Bibel sagt …“ spätestens dann als Begründung problematisch, wenn wir erwachsen werden. Ein altes Buch voller Wundergeschichten dürfte den schwierigen Fragen der Erwachsenenwelt kaum standhalten – solchen Fragen wie: Warum passieren guten Menschen so schlimme Dinge? Warum gehen Religion und Wissenschaft so oft getrennte Wege? Warum gibt es so viel Böses, das anscheinend nicht bestraft wird?


Wenn das deine Fragen sind – wenn du Zweifel an Gott hast oder mit Skepsis die Geschichten aus dem Alten Testament liest, die wie Märchen klingen – dann kommt hier eine gute Nachricht: Hunderttausende Männer und Frauen haben zum Glauben gefunden, bevor es überhaupt eine Bibel gab. Der Startpunkt für ihren Glauben war nicht: „Die Bibel sagt …“. Es war etwas völlig anderes, etwas das auch heute, Jahrtausende später, auch für uns, immer noch der beste Startpunkt ist.


Der Bibelabschnitt für heute – ein Teil einer Rede, die der Apostel Paulus in Athen vor Angehörigen einer Philosophenschule gehalten hat – gibt uns einen Hinweis darauf, was dieser Startpunkt ist. Zuerst mal ist wichtig zu wissen:  Wenn du deine Zweifel über Jesus hast, dann bist du bei Paulus an der richtigen Adresse. Er stand Jesus dermaßen skeptisch gegenüber, dass er sogar die Leute, die diesem Jesus folgten, verfolgte, aufspürte und verhaftete. Aber dann passierte etwas, das ihn dazu brachte, seine Haltung zu ändern – etwas, das vielleicht auch deine Haltung verändern könnte.


In der erwähnten Rede legt Paulus seine überzeugendsten Gründe dafür dar, warum die Männer, die ihm zuhören, glauben sollten, dass Jesus wirklich und wahrhaftig der Sohn Gottes war. Und der Punkt, mit dem er beginnt, ist nicht das, was Jesus gesagt hat, auch führt er keine Belege dafür an, dass Jesus Wunder getan hat. Nein, Paulus sagt, der einzige Beweis, den es braucht, ist die Tatsache, dass Jesus von den Toten auferweckt wurde.


Für jeden, der der Sache mit dem Glauben auf den Grund gehen will, ist der beste Startpunkt nicht der, an ein altes Buch zu glauben. Der Startpunkt ist, an eine Person zu glauben. Genauer gesagt: Es geht darum, zu glauben, was dieser Person drei Tage nach ihrem Tod passiert ist.