Fühlst du dich überfordert?

Tag 1 von 5 • Tageslesung

Andacht

Am Nullpunkt


Vielleicht ist Ihr Leben momentan sehr stressig und Sie haben das Gefühl, dass Sie nicht mehr können. Sie sollen wissen, dass Sie nicht der Einzige sind, dem es so geht. Einige der größten Männer und Frauen Gottes sind durch das hindurchgegangen, was Sie gerade durchmachen.


Einer dieser Menschen ist der Prophet Elia, den ich in der gestrigen Andacht erwähnt habe. Nach einem großen geistlichen Sieg über die Baalspriester finden wir ihn auf der Flucht. Er fragt sich, ob sein Leben noch lebenswert ist.


Wir lesen die Geschichte in 1. Könige 19,4-6:


Er selbst aber ging in die Wüste eine Tagesreise weit und kam und ließ sich unter einem einzelnen Ginsterstrauch nieder. Da wünschte er sich, sterben zu können und sagte: „Es ist genug. Nun, Herr, nimm mein Leben hin! Denn ich bin nicht besser als meine Väter.“ Dann legte er sich nieder und schlief unter dem Ginsterstrauch ein. Und siehe da, ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: „Steh auf und iss!“ Und als er aufblickte, siehe, da lagen neben seinem Kopf ein Brotfladen, auf heißen Steinen gebacken, und ein Krug Wasser. Und er aß und trank und legte sich wieder hin.


Elia hatte diesen „Nullpunkt“ in seinem Leben erreicht. Es war nichts übrig geblieben. Er hatte alles gegeben und der Tank war leer.


Vielleicht beschreibt das gerade Ihre Situation. Sie sind kurz davor aufzugeben. Sie sagen sich: „Ich habe genug. Ich bin erledigt. Schluss mit dem Druck, Schluss mit den Kämpfen. Ich kann das alles nicht mehr ertragen. Ich habe keine Kraft mehr!“


Ist Ihnen aufgefallen, dass, als Elia am Ende seiner Kraft angekommen war, Gott eingriff? Am Ende der eigenen Kraft zu sein, am Nullpunkt zu sein, ist keine schlechte Situation – zumindest nicht, wenn Sie auf Gott schauen, weil er bereit ist, Ihnen im Augenblick Ihrer Not zu begegnen.