RömerBeispiel

Romans

Tag 1 von 16

Der Glaube rettet

Ich schäme mich nicht für die rettende Botschaft. Denn sie ist eine Kraft Gottes, die alle befreit, die darauf vertrauen; zuerst die Juden, aber auch alle anderen Menschen. Durch sie zeigt Gott, wie er ist: Er sorgt dafür, dass unsere Schuld gesühnt wird und wir mit ihm Gemeinschaft haben können. Dies geschieht, wenn wir uns allein auf das verlassen, was Gott für uns getan hat. So heißt es schon in der Heiligen Schrift: „Nur der wird Gottes Anerkennung finden und leben, der ihm vertraut“. (Römer 1,16-17)

Einige Gegner von Paulus waren der Ansicht, er müsse sich schämen, weil das von ihm gepredigte Evangelium einen sündigen Lebensstil fördere, da es von den Menschen nicht verlange, sich dem Gesetz zu unterwerfen (Römer 3,8 und 6,1). Paulus entgegnete, er schäme sich des Evangeliums nicht, denn obwohl die Erlösung tatsächlich durch Glauben erfolge, rufe das Evangelium sie auch „zum Glauben“ auf, also ihr Leben im Glauben zu führen. Er zitiert Habakuk 2,4, um seinen Standpunkt zu beweisen: „(…) der Gerechte aber wird durch seinen Glauben leben“.”

Nun befand sich Habakuk auch in einer Situation, in der es schien, als würde Gott das sündige Verhalten seines Volkes übersehen (Habakuk 1,1-4). Als er sich bei Gott darüber beschwerte, sagte Gott ihm, dass die Strafe durch die Babylonier kommen werde. Das ergab für Habakuk keinen Sinn, da die Babylonier noch mehr Böses taten. Verschloss Gott die Augen vor den Taten der Babylonier (Habakuk 1,13)? Gott legte Habakuk auf das Herz, sich in Geduld zu üben. Am Ende würden diejenigen überleben, die Gott treu geblieben waren (Habakuk 2,4). Diejenigen, die Gott nicht gehorchten und ein egoistisches, unabhängiges Leben führten, würden vernichtet werden - sowohl die Babylonier (Heiden) als auch die Juden.

Dies veranlasste Habakuk zu seinem berühmten Glaubensbekenntnis

Noch trägt der Feigenbaum keine Blüten,
und der Weinstock bringt keinen Ertrag,
noch kann man keine Oliven ernten,
und auf unseren Feldern wächst kein Getreide;
noch fehlen Schafe und Ziegen auf den Weiden,
und auch die Viehställe stehen leer.
Und doch will ich jubeln,
weil Gott mich rettet, der HERR selbst ist der Grund meiner Freude!
Ja, Gott, der HERR, macht mich stark;
er beflügelt meine Schritte,
wie ein Hirsch kann ich über die Berge springen.

Das ist die Art von Glauben, zu der uns das Evangelium aufruft. Wie auch immer unsere Umstände sein mögen, wir verlassen uns auf Gott. Wir dürfen nicht egoistisch sein und uns an unserem eigenen Nutzen orientieren, wie die Babylonier, sondern sollen gottesfürchtig leben und Ihm vertrauen, wie der Prophet Habakuk. Wenn wir Tag für Tag in diesem Glauben leben, wird es in unserem Leben keinen Platz für Sünde geben, denn die Sünde ist stets das Ergebnis der Konzentration auf das eigene Ich.

Deshalb war Paulus der Meinung, dass er sich nicht schämen müsse, wenn er nicht auf die Befolgung des Gesetzes bestand. Die Aufforderung an die Menschen, im Glauben zu leben, schloss automatisch die Möglichkeit aus, dass sie einen sündigen Lebensstil führten. Die Erlösung durch Glauben ist nur die eine Hälfte des Evangeliums. Die andere Hälfte ist, dass wir im Glauben leben sollen, und zwar sowohl die Juden als auch die Heiden. 

Du bist durch Glauben errettet! Lebst du auch aus Glauben?

Die Heilige Schrift

Über diesen Leseplan

Romans

Dieser Leseplan führt dich Kapitel für Kapitel durch den Römerbrief. Für jeden Tag gibt es eine Andacht zu einem der Verse im Kapitel des Tages. Dabei geht es um Themen wie Glauben, wie man ein Leben führt, das Gott gefällt, und um die Einheit in der Gemeinde.

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