Gebet - und der Himmel ist offen

Tag 1 von 5 • Tageslesung

Andacht

Reiß doch den Himmel auf und komm zu uns herab!


Bei dieser Bitte an Gott, den „Himmel aufzureißen und herunterzukommen“ hat Jesaja wahrscheinlich an eine frühere Erfahrung gedacht, über die Jesaja 6,1-8 berichtet. Damals wurde er in den Himmel versetzt, wo er seinen Auftrag und seine Salbung für sein Leben und seinen prophetischen Dienst erhielt. Zusätzlich zum beeindruckenden Himmelspanorama beschreibt er ein überwältigendes Bewusstsein seiner Sündhaftigkeit im Angesicht der Heiligkeit Gottes. Er glaubte, ganz sicher sterben zu müssen, doch er fand Gnade, und seine Sünde wurde mit heiligem Feuer weggebrannt. An diesem Ort veränderten sich sein Leben und seine Bestimmung für immer! 


Mach dir bewusst, was die Engel einander zuriefen. Sie sagten nicht: „Seine Herrlichkeit erfüllt den ganzen Himmel“, sondern sie riefen: „Seine Herrlichkeit erfüllt die ganze Welt!“ Es war ein prophetischer Einblick in eine zukünftige Zeit, von der Habakuk 2,14 berichtet: „Wie das Wasser die Meere füllt, so wird die Erde einmal erfüllt sein von der Erkenntnis der Herrlichkeit des Herrn.“ Als Jesaja dafür betete, dass Gott den Himmel zerreißen und herunterkommen solle, sagte er eigentlich: „Herr, wenn die Erde künftig von Deiner Herrlichkeit erfüllt sein soll, dann musst Du den Himmel zerreißen und herunterkommen!“ Jesaja erkannte, dass dieses Zerreißen notwendig sein würde, damit Gott Seinen Plan für diese Erde erfüllen könnte. 


Das Gebet meines Freundes Jesaja wurde vor 2000 Jahren erfüllt! Gott hat tatsächlich den Himmel zerrissen und ist durch Jesus Christus herabgekommen. Könnte es ein dramatischeres Zerreißen geben als das, was auf Golgatha geschah? Die Erde öffnete sich, der Vorhang im Tempel zerriss von oben nach unten, und der wertvolle Körper Jesu wurde zerbrochen, damit der Himmel auf die Erde kommen konnte. Gott ist herabgekommen und hat die uralte Barriere zwischen Himmel und Erde niedergerissen. Daher stehen alle Reichtümer Gottes heute den Menschen zur Verfügung, die sie im Glauben durch Gebet ergreifen.