Prison Break - Leben in Freiheit

Andacht

Frei, damit ich Gott sehen kann


Lies zuerst Hebräer 9,15-28.


Im ersten Bund gab es Regeln. Nicht nur die 10 Gebote, sondern hunderte von Vorschriften, die man als Gläubiger befolgen musste, um “rein” zu werden. Das Allerheiligste, der Raum, in dem Gott gegenwärtig war, durfte man trotzdem nicht betreten. Nur der Hohepriester durfte einmal im Jahr hinein und auch nur nach aufwendigen Reinigungsprozeduren, um sich von aller Sünde frei zu machen. Der Otto-Normal-Verbraucher durfte gar nicht hinein, das heißt du und ich hätten damals nie eine Chance gehabt, dem allmächtigen Gott persönlich zu begegnen.


Heute, im neuen Bund, ist das anders. Jesus ist sozusagen der finale Hohepriester, der immer frei von aller Schuld war und ist. Er ist auch gleichzeitig das Opfer, dessen Blut zur Vergebung aller Sünden vergossen werden musste. Er ist gestorben, damit du und ich heute einen direkten Draht zu Gott haben können. Wir dürfen heute das Allerheiligste betreten: „Aber Jesus schrie laut auf und starb. Im selben Augenblick zerriss im Tempel der Vorhang vor dem Allerheiligsten von oben bis unten.” (Markus 15,37f.)


Jesus hat die Todesstrafe, die uns für unsere Sünde treffen müsste, stellvertretend auf sich genommen. Damit hat Er der Gerechtigkeit Genüge getan. Das bedeutet, die Strafe ist erfüllt. Niemand darf dich mehr deswegen anklagen: Menschen nicht, Satan nicht und auch du selbst nicht. Vielleicht gibt es Dinge in deinem Leben, die du lieber ungeschehen machen würdest. Dinge, für die du dich schämst. Fehler, die nicht wieder gut zu machen sind. Dinge, von denen du denkst: „Damit kann Gott mich unmöglich lieben“. Dann gibt es eine gute Nachricht für dich: Jesus ist dafür gestorben. Die Schuld ist bezahlt. Gott macht dir keine Vorhaltungen mehr; für Ihn ist das mit Jesu Tod am Kreuz erledigt.


Die „Tür” zur Gegenwart Gottes ist also dank Jesus offen! Was für ein Liebesbeweis! Hast du dir schon einmal bewusst gemacht, wie sehr dich Jesus lieben muss und wie wichtig es für Ihn ist, dass du Gemeinschaft mit Gott haben kannst? Wir dürfen jetzt einfach in den Thronsaal Gottes eintreten. Ohne jegliches schlechte Gewissen oder Taten, mit denen wir uns „würdiger“ machen wollen; ohne Umwege über den Hohepriester, den Papst, den Pastor, die Jungfrau Maria oder deinen Kleingruppenleiter. Du selbst kannst direkt ins Allerheiligste marschieren und bekommst eine Audience beim Allerhöchsten. Denn du bist würdig. Gott hat dich bereits als Seinen Sohn oder Seine Tochter erwählt. ER liebt dich und sehnt sich nach Gemeinschaft mit dir. Es gibt nichts, was wir dem durch eigene Leistung hinzufügen (oder wegnehmen) könnten. DAS ist echte Freiheit, DAS ist wahres Leben.


Die einzige Frage ist: Was machst du mit dieser guten Nachricht? Bist du ein fruchtbarer Boden, auf dem die Saat aufgeht (Markus 4,20)? Wie möchtest du auf Gottes Einladung reagieren?


Gebet, Get Free & Next Step:


· Wenn du Jesus noch nicht kennst, kannst du Ihm jetzt sagen, dass du Sein Geschenk für dich annehmen willst. Sag Ihm, dass du Ihn kennenlernen möchtest und die Vergebung für deine Sünden in Anspruch nimmst. Wenn du magst, lade Ihn ein, ein Teil von deinem Leben zu werden und dir zu zeigen, wer und wie Gott ist.


· Wenn du dich als Christ bezeichnest, erneuere deinen Bund mit Jesus. Danke Ihm für das, was Er für dich getan hat. Betritt das Allerheiligste und lobe Gott. Verbringe Zeit mit deinem Schöpfer und höre hin. Vielleicht hat Er dir etwas zu sagen …


· Hohepriester, Opfer, Allerheiligstes …. Du verstehst nur Bahnhof? Dann lies doch den Bibelleseplan „Die Stiftshütte - Zelt der Begegnung“.