Immun gegen Angst - Teil 3

Tag 1 von 5 • Tageslesung

Andacht

Nimm deine Waffen in die Hand!


Wo sind deine Waffen? Paulus schrieb: „Um dieser Ursache willen erinnere ich dich, die Gnadengabe Gottes anzufachen, die in dir durch das Auflegen meiner Hände ist“ (2. Tim 1,6). 


Paulus gab die Anweisung „anzufachen“. Dieses Wort hat mit Feuer zu tun – mit dem Anfachen eines Lagerfeuers – damit die Glut zum Glühen kommt. Es muss geschürt werden, damit eine Flamme entsteht. Lass sie nicht abkühlen, schüre das Feuer! Nutze ein Gebläse für die sterbende Glut. Das Wort Gottes und die Gaben des Heiligen Geistes sind unsere Waffen gegen die Attacken des Feindes. 


Folgende Gaben sind im 1. Kor 12,1-11 beschrieben: „Über die Gaben des Geistes aber will ich euch, Brüder und Schwestern, nicht in Unwissenheit lassen. Ihr wisst: Als ihr Heiden wart, zog es euch mit Macht zu den stummen Götzen. Darum tue ich euch kund, dass niemand, der durch den Geist Gottes redet, sagt: Verflucht sei Jesus. Und niemand kann sagen: Jesus ist der Herr, außer durch den Heiligen Geist. Es sind verschiedene Gaben; aber es ist ein Geist. Und es sind verschiedene Ämter; aber es ist ein Herr. Und es sind verschiedene Kräfte; aber es ist ein Gott, der da wirkt alles in allen. Durch einen jeden offenbart sich der Geist zum Nutzen aller. Dem einen wird durch den Geist ein Wort der Weisheit gegeben; dem andern ein Wort der Erkenntnis durch denselben Geist; einem andern Glaube, in demselben Geist; einem andern die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist; einem andern die Kraft, Wunder zu tun; einem andern prophetische Rede; einem andern die Gabe, die Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Zungenrede; einem andern die Gabe, sie auszulegen. Dies alles aber wirkt derselbe eine Geist, der einem jeden das Seine zuteilt, wie er will.“


Diese Gaben des Geistes sind unsere Waffen und der Teufel hat sein Bestes gegeben, um Christen davon abzuhalten, sie auch einzusetzen. So wichtig auch natürliche Gaben sind, sie können doch niemals den Platz der vom Geist gegebenen Gaben einnehmen und noch wichtiger, wir sollten sie nicht miteinander verwechseln. Zum Beispiel haben sich viele Kirchenmänner und Mediziner gegen die übernatürliche Heilung gestellt. Sie haben Geschichten derer, die enttäuscht bzw. nicht gleich geheilt wurden, aufgebauscht. Sie haben bequemerweise vergessen, dass Mediziner tagtäglich Millionen enttäuschen. Fast alle in den Gräbern waren vorher beim Arzt und trotzdem wäre niemand so dumm, das Schließen der Krankenhäuser anzuordnen! Andere sprechen sich gegen die übernatürliche Heilung aus, weil einige nicht geheilt werden und so beten sie lieber gar nicht für die Kranken. Dies lässt alle krank zurück. Wo ist da Mitgefühl oder Gehorsam zum Wort? Einige Christen haben wegen der Kritik ihre Pfeile und Bögen verstauben lassen. Aus Menschenfurcht legen sie ihre von Gott gegebenen Waffen ab und akzeptieren eine Niederlage. Andere sind durch Bemerkungen aus den eigenen Reihen verletzt worden und haben ihre Gaben niedergelegt. Sie haben sie verloren, obwohl Gott sie nie zurückgefordert hat, „… denn Gottes Gaben und Berufung können ihn nicht gereuen“ (Röm 11,29).


Der Herr hat noch nie einen Heiligen ohne Waffen in den Kampf geschickt. Genau deswegen hat Jesus seinen Jüngern noch vor Seiner Himmelfahrt aufgetragen, in Jerusalem zu verbleiben bis der Heilige Geist kommt. Er wusste, dass sie unbedingt mit der Kraft des Heiligen Geistes und Seinen Gaben versehen werden mussten. Die Kraft des Heiligen Geistes und Seine geistlichen Gaben müssen von jedem Gläubigen neu in Anspruch genommen werden. Höre das Wort des Herrn: Gehe zurück zu dem Tag und an den Ort, an dem du deine geistlichen Gaben abgelegt hast und bitte den Herrn um Vergebung. Hab keine Angst! Verzweifle nicht, denn die Gaben, so sie doch ruhen, sind noch da. Trockne deine Tränen der Sorge und der Hoffnungslosigkeit und nimm deine Waffen wieder in die Hand!