Unbändige Liebe

Tag 1 von 7 • Tageslesung

Andacht

Das eine Wort, das Gott besser beschreibt als jedes andere 


 Als Jesus Seine Nachfolger ermutigte, dem Vater für ihre Versorgung zu vertrauen, führte er oft Beispiele für Gottes Treue an, die sich in der Natur zeigten. In diesem Fall sprach er darüber, wie der Herr die Raben ernährte und die Felder mit Lilien schmückte. Er versicherte Seinen Jüngern, dass sie viel wertvoller seien als Vögel und Blumen. Und nachdem er sie aufgefordert hatte, zuerst nach dem Reich Gottes zu trachten und Ihm für den Rest zu vertrauen, fügte er diese beruhigenden Worte hinzu: „Fürchte dich nicht, du kleine Herde! Denn es hat eurem Vater wohlgefallen, euch das Reich zu geben“ (Lukas 12,32). 


Jesus verstand die tiefe Unsicherheit, die damit einherging, dem unsichtbaren Gott Vertrauen zu schenken. Er ist mit unserer rein körperlichen Wahrnehmung nicht fassbar, und doch sollen wir unsere Hoffnung auf Ihn setzen, damit Er unseren Körper versorgt. Ihm war bewusst, dass es einen sehr mutigen Glauben erforderte, der unbändigen Liebe Gottes zu vertrauen. Daher betonte er das wahre Wesen und die wahre Identität Gottes als Vater. Und er tat dies auf eine bemerkenswert positive Weise, mit besonders tröstenden Worten. Sie vermittelten den Jüngern, dass es ihrem Vater eine Freude war, ihnen Sein Reich anzuvertrauen. So ließ er sie wissen, dass sie geliebt wurden und dass Gott sie versorgen würde, wie jeder gute Vater seine Kinder versorgt. Damit konnten sie etwas anfangen, denn genau das ist es, was Väter tun! 


In den Evangelien benutzte Jesus ein Wort immer wieder und mehr als jedes andere, um Gott zu beschreiben: das Wort „Vater“. Im Urtext steht dort ein zutiefst liebevoller Begriff – ein Wort, das wir heute besser mit „Papa“ übersetzen würden. Wenn es eine Person gibt, die dich unbändig liebt, mehr als jeden anderen Menschen, dann ist es dein Papa. Jesus wollte, dass seine Jünger diesen Aspekt des Wesens Gottes verstanden, und zwar mehr als alles andere … Dass Gott ihr Papa war, der beschlossen hatte, sie unbändig zu lieben, mit der Hingabe des Himmels.