Realationship - Göttliches Beziehungsknowhow

Tag 1 von 8 • Tageslesung

Andacht

Endlich jemand, der mich versteht


Lies zuerst Gen 2:19-25


Als Adam aufwacht, kann er nicht anders als das erste Liebeslied der Geschichte zu singen: „Fleisch von meinem Fleisch, Bein von meinem Bein!“ Naja, klingt nicht sehr sexy, aber endlich hat er jemanden, die wirklich zu ihm passt, mit der er Körper und Seele vereinen kann, ein „Fleisch“ werden kann, endlich hatte er seine „Ische“ gefunden! 


Der Prozess des Mannwerdens ist hier recht eindrücklich und bildhaft beschrieben. Ein Mann verlässt das Elternhaus (V. 24), wird dann an seiner Frau „festhalten“ („dabaq“ bedeutet an anderen Stellen auch so viel wie festkleben, nachjagen, gebunden sein). Diese Verbundenheit soll so stark und innig sein, dass 2 Menschen quasi 1 werden, in jeglicher Hinsicht. „Ein Fleisch sein“ mit Leib und Seele. Das optimale Bild der Beziehung zwischen Mann und Frau, in dem sie sich nackt und doch ohne Scham gegenüberstehen und lieben können. 


Sich nicht hinter Bäumen, Büschen oder Kleidern verstecken müssen. Völlig offen sein und sich trotzdem auch verwundbar machen können. Das geht aber nur in einem festen Commitment, die Bibel nennt das „Bund“. Im Gegensatz zu einem Vertrag, wo ich mich und meine Interessen absichere, geht es im Bund um das sich gegenseitige Absichern und stützen, auf das Wohl des anderen zu schauen, und vor allem: Dieser Bund ist nicht nur unter 4 Augen. Gott selbst ist der Dritte im Bunde und will als Anker und Fundament der Beziehung durch die Ehe einen Ort schaffen, der „ein Fleisch sein“ und sich „vermehren“ in möglichst sicheren Rahmenbedingungen möglich macht.


Action Step:

Was ist dein Bild von Ehe? Wo hast du dieses Bild vielleicht von ungöttlichen und weltlichen Vorstellungen und vergangenen Erlebnissen prägen lassen? Was kannst du heute tun, um den Bund mit deinem Partner zu festigen?