Parallel
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Die Ausgießung des Heiligen Geistes an Pfingsten
1Schließlich kam das Pfingstfest. Auch an diesem Tag#Od 1 Als der Tag des Pfingstfestes anbrach. waren sie alle wieder am selben Ort#Od an einem Ort. Od einmütig. versammelt. 2Plötzlich setzte vom Himmel her ein Rauschen ein wie von einem gewaltigen Sturm; das ganze Haus, in dem sie sich befanden#Od in dem sie saßen., war von diesem Brausen erfüllt. 3Gleichzeitig sahen sie so etwas wie Flammenzungen, die sich verteilten und sich auf jeden Einzelnen von ihnen niederließen#Od die sich verteilten; auf jeden Einzelnen von ihnen ließ sich eine Flammenzunge nieder.. 4Alle wurden mit dem Heiligen Geist erfüllt, und sie begannen, in fremden Sprachen#Sprachen: im Griechischen dasselbe Wort wie Zungen (Vers 3). zu reden; jeder sprach so, wie der Geist es ihm eingab.
5´Wegen des Pfingstfestes` hielten sich damals fromme Juden aus aller Welt in Jerusalem auf.#Od In Jerusalem lebten fromme Juden aus aller Welt, die sich in dieser Stadt niedergelassen hatten. 6Als nun jenes mächtige Brausen vom Himmel einsetzte#W Als aber dieses Geräusch einsetzte. Das griechische Wort für Geräusch bedeutet auch Stimme und wird von manchen auf das laute Reden der Christen (Vers 4) bezogen., strömten sie in Scharen zusammen. Sie waren zutiefst verwirrt, denn jeder hörte die Apostel und die, die bei ihnen waren,#W denn jeder hörte sie. in seiner eigenen Sprache reden. 7Fassungslos riefen sie: »Sind das nicht alles Galiläer, die hier reden? 8Wie kommt es dann, dass jeder von uns sie in seiner Muttersprache reden hört? 9Wir sind Parther, Meder und Elamiter; wir kommen aus Mesopotamien und aus Judäa, aus Kappadozien, aus Pontus und aus der Provinz Asien, 10aus Phrygien und Pamphylien, aus Ägypten und aus der Gegend von Zyrene in Libyen. Sogar aus Rom sind Besucher hier#Od Sogar Römer, die sich hier niedergelassen haben, sind unter uns. Od Sogar römische Bürger sind unter den Besuchern., 11sowohl solche, die von Geburt Juden sind, als auch Nichtjuden#Od 11 Zum Teil sind wir von Geburt Juden, zum Teil sind wir Nichtjuden., die den jüdischen Glauben angenommen haben. Auch Kreter und Araber befinden sich unter uns. Und wir alle hören sie in unseren eigenen Sprachen von den wunderbaren Dingen reden, die Gott getan hat!« 12Alle waren außer sich vor Staunen. »Was hat das zu bedeuten?«, fragte einer den anderen, aber keiner hatte eine Erklärung dafür. 13Es gab allerdings auch einige, die sich darüber lustig machten. »Die haben zu viel süßen Wein getrunken!«, spotteten sie.
Die Rede des Apostels Petrus vor Juden aus aller Welt: Erklärung des Geschehenen …
14Jetzt trat Petrus#Aü Jetzt stand Petrus auf und trat. zusammen mit den elf anderen Aposteln vor die Menge. Mit lauter Stimme erklärte er: »Ihr Leute von Judäa und ihr alle, die ihr zur Zeit hier in Jerusalem seid!#Od Ihr Juden ´aus aller Welt` und ihr alle, die ihr hier in Jerusalem wohnt! Ich habe euch etwas zu sagen, was ihr unbedingt wissen müsst.#Od Ihr sollt wissen, was hier vor sich geht. Hört mir zu! 15Diese Leute hier sind nicht betrunken, wie ihr vermutet. Es ist ja erst neun Uhr morgens.#W Es ist ja die dritte Stunde des Tages (von sechs Uhr morgens an gerechnet). 16Nein, was hier geschieht, ist nichts anderes als die Erfüllung dessen, was Gott durch den Propheten Joel angekündigt hat.
17›Am Ende der Zeit‹, so sagt Gott,
›werde ich meinen Geist#Od werde ich einen Anteil von meinem Geist. Ebenso im nächsten Vers. über alle Menschen#W über alles Fleisch. ausgießen.
Dann werden eure Söhne und eure Töchter prophetisch reden;
die Jüngeren unter euch werden Visionen haben
und die Älteren prophetische Träume.
18Sogar über die Diener und Dienerinnen#Od die Sklaven und Sklavinnen., die an mich glauben#Od 18 Ja, über die Männer und Frauen, die mir dienen. W Ja, sogar über meine Diener/Sklaven und über meine Dienerinnen/Sklavinnen.,
werde ich in jener Zeit meinen Geist ausgießen,
und auch sie werden prophetisch reden.
19Sowohl droben am Himmel als auch unten auf der Erde
werde ich Wunder geschehen lassen,
und es werden furchterregende Dinge zu sehen sein#Od 19 Droben am Himmel werde ich Wunder geschehen lassen, und unten auf der Erde werden furchterregende (w zeichenhafte) Dinge zu sehen sein.:
Blut und Feuer und dichte Rauchwolken.
20Die Sonne wird sich verfinstern,
und der Mond wird rot werden wie Blut,
bevor jener große Tag kommt,
an dem der Herr in seiner Herrlichkeit erscheint#W bevor der große und herrliche Tag des Herrn kommt..
21Jeder, der dann den Namen des Herrn anruft,
wird gerettet werden.‹#Joel 3,1-5.«
… Bezeugung der Auferstehung von Jesus Christus
22»Ihr Leute von Israel, hört her! Bei dem, was wir euch zu sagen haben, geht es um Jesus von Nazaret. Durch diesen Mann hat Gott – wie ihr alle wisst – in eurer Mitte mächtige Taten vollbracht, Wunder gewirkt und außergewöhnliche#W zeichenhafte. Ebenso in Vers 43 und in Kapitel 4,30; 5,12; 6,8; 7,36; 14,3; 15,12. Dinge getan. Damit hat er ihn euch gegenüber ´als seinen Gesandten` bestätigt. 23Was dann geschah, wusste Gott schon lange im Voraus; er selbst hatte es so geplant: Jesus wurde ´verraten und an euch` ausgeliefert, und ihr habt ihn durch Menschen, die nichts vom Gesetz Gottes wissen,#Od durch gottlose Menschen. ans Kreuz schlagen und töten lassen. 24Doch Gott hat ihn aus der Gewalt des Todes befreit#W hat die Wehen des Todes gelöst/aufgehoben. und hat ihn auferweckt; es zeigte sich, dass der Tod keine Macht über ihn hatte und ihn nicht festhalten konnte.
25Schon David sagt (und eigentlich ist es Jesus, der hier spricht)#W 25 David nämlich sagt im Hinblick auf ihn.:
›Ich habe den Herrn ständig vor Augen;
er steht mir zur Seite#W denn er ist an meiner rechten Seite., damit ich nicht ins Wanken gerate.
26Deshalb ist Freude in meinem Herzen und Jubel auf meinen Lippen.
Sogar noch dann, wenn mein Körper im Grab liegt, gibt es Hoffnung#W Sogar mein Fleisch wird, gestützt auf Hoffnung, ruhen.,
27denn ´ich weiß, dass` du mich#W meine Seele. nicht im Totenreich lässt;
du wirst deinen heiligen ´Diener` nicht der Verwesung preisgeben.
28Du hast mir den Weg gezeigt, der zum Leben führt,
und dass ich in deiner Nähe sein darf, erfüllt mich mit Freude#Od und wenn ich einmal bei dir sein werde, werde ich die Freude in ihrer ganzen Fülle erleben. W 28 Du hast mir Wege des Lebens / zum Leben gezeigt; du wirst mich mit Freude erfüllen vor deinem Angesicht. Psalm 16,8-11..‹
29Liebe Geschwister, ihr erlaubt mir sicher, es offen auszusprechen: Auch unser großer Vater David starb und wurde begraben – ´genau wie andere Menschen`; seine Grabstätte ist noch heute bei uns zu sehen. 30Doch David wusste, dass einer seiner Nachkommen auf seinem Thron sitzen würde#Od dass Gott einen seiner Nachkommen auf seinen Thron setzen würde. Siehe Psalm 132,11 und vergleiche 2. Samuel 7,12.13 und Psalm 89,4.5. Nach anderer Auffassung ist hier von Gottes Thron die Rede (siehe die Verse 33 bis 35 und Psalm 110,1).; Gott hatte es ihm mit einem Eid zugesichert. Und weil David ein Prophet war, 31sprach er in prophetischer Vorschau von der Auferstehung des Messias. Denn es war der Messias#Od von der Auferstehung Christi. Denn es war Christus., den Gott nicht im Totenreich ließ und dessen Körper nicht verweste.
32Ja, diesen Jesus hat Gott auferweckt; wir alle sind Zeugen dafür. 33Er ist in den Himmel emporgehoben worden, um den Ehrenplatz an Gottes rechter Seite einzunehmen#Od 33 Gott hat ihn mit seinem mächtigen Arm in den Himmel emporgehoben. W Er ist zur rechten Hand (od durch die rechte Hand) Gottes erhöht worden., und hat von seinem Vater die versprochene Gabe erhalten, den Heiligen Geist. Diesen Geist hat er nun über uns ausgegossen, und das ist es#W den Heiligen Geist. Und nun hat er das ausgegossen., was ihr hier seht und hört.
34Dass es nicht David war, der in den Himmel hinaufgenommen wurde, zeigt auch der folgende Ausspruch, den er selbst gemacht hat:
›Der Herr sagte zu meinem Herrn:
Setze dich an meine rechte Seite,
35bis ich deine Feinde zum Schemel für deine Füße gemacht habe.‹#Psalm 110,1.
36Es steht also unzweifelhaft fest, und ganz Israel#W das ganze Haus Israel. soll es erkennen: Gott hat Jesus zum Herrn und Messias#Od Christus. gemacht – den Jesus, den ihr gekreuzigt habt.«
… Aufruf zur Umkehr
37Die Zuhörer waren von dem, was Petrus sagte, bis ins Innerste getroffen. »Was sollen wir jetzt tun, liebe Brüder?«, fragten sie ihn und die anderen Apostel. 38»Kehrt um«, erwiderte Petrus, »und jeder von euch lasse sich auf den Namen#Od im Namen. von Jesus Christus taufen! Dann wird Gott euch eure Sünden vergeben, und ihr werdet seine Gabe, den Heiligen Geist, bekommen. 39Denn diese Zusage gilt euch und euren Nachkommen und darüber hinaus allen Menschen auch in den entferntesten Ländern#Od allen, die ihm jetzt noch fern sind. Siehe Jesaja 57,19 und Joel 3,5 und vergleiche Epheser 2,12.13.17. – allen, die der Herr, unser Gott, zu seiner Gemeinde rufen wird#Od zum Glauben an Jesus rufen wird. W herzurufen wird.
40Mit diesen und noch vielen anderen Worten bezeugte Petrus ihnen ´das Evangelium`#Od beschwor Petrus sie.; eindringlich ermahnte er sie: »Diese Generation ist auf dem Weg ins Verderben! Lasst euch retten vor dem Gericht, das über sie hereinbrechen wird!#Od »Diese Generation ist auf dem Weg ins Verderben! Wendet euch von ihrer Verdorbenheit ab und lasst euch retten! W »Lasst euch retten vor/aus dieser verdorbenen Generation!«
41Viele nahmen die Botschaft an, die Petrus ihnen verkündete, und ließen sich taufen. Durch Gottes Wirken wuchs die Gemeinde an diesem Tag um etwa dreitausend Personen.#W 41 Diejenigen nun, die seine Botschaft annahmen, ließen sich taufen, und an jenem Tag wurden etwa dreitausend Personen hinzugefügt.
Leben und Zusammenhalt der ersten Christen
42Was das Leben der Christen prägte#W Womit sie sich beharrlich beschäftigten / Woran sie beharrlich festhielten., waren die Lehre, in der die Apostel sie unterwiesen, ihr Zusammenhalt in gegenseitiger Liebe und Hilfsbereitschaft, das Mahl des Herrn#W das Brechen des Brotes. Wahrscheinlich war das Mahl des Herrn (das Abendmahl) mit einer gemeinsamen Mahlzeit verbunden. und das Gebet.
43Jedermann ´in Jerusalem` war von einer tiefen Ehrfurcht vor Gott ergriffen, und durch die Apostel geschahen zahlreiche Wunder und viele außergewöhnliche Dinge. 44Alle, die ´an Jesus` glaubten, hielten fest zusammen und teilten alles miteinander, was sie besaßen. 45Sie verkauften sogar Grundstücke und sonstigen Besitz und verteilten den Erlös entsprechend den jeweiligen Bedürfnissen an alle, die in Not waren. 46Einmütig und mit großer Treue kamen sie Tag für Tag im Tempel zusammen. Außerdem trafen sie sich täglich in ihren Häusern, um miteinander zu essen und das Mahl des Herrn zu feiern, und ihre Zusammenkünfte#W um Brot zu brechen, und ihre Mahlzeiten. Nach Auffassung mancher Ausleger ist hier nur an gemeinsame Mahlzeiten zu denken und nicht auch an die Abendmahlsfeier. waren von überschwänglicher Freude und aufrichtiger Herzlichkeit geprägt. 47Sie priesen Gott ´bei allem, was sie taten,` und standen beim ganzen Volk in hohem Ansehen. Und jeden Tag rettete der Herr weitere Menschen, sodass die Gemeinde immer größer wurde.#W Und jeden Tag fügte der Herr die, die gerettet wurden, zu ihrer Schar hinzu.