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Tag 4: Die Freiheit, sich richtig Sorgen zu machen (Matthäus 6,19-24; Matthäus 6,33)
Sorgen haben ein negatives Image. Wir verbinden sie mit kreisenden Gedanken und Angst vor der Zukunft. Doch gibt es auch eine positive Seite: Sorge zeigt, was uns wirklich wichtig ist. Wer für jemanden sorgt oder für etwas Sorge trägt, macht damit sichtbar, wo seine Prioritäten liegen.
Bevor es darum geht, wie wir sorgenfrei werden, spricht Jesus also über unsere Prioritäten, unsere zentrale Lebenssorge: Welche Schätze sammeln wir in unserem Leben? (Matthäus 6,19-21). Unser Schatz ist einfach das, was wir wertvoll finden und bei uns an erster Stelle steht: „Wo nämlich euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein,“ sagt Jesus (Matthäus 6,21).
Jesus ist dabei unangenehm realistisch, wenn er beobachtet, wie schnell sich das schnöde Geld zum größten Schatz im Leben macht. Denn wenn es hart auf hart kommt, ist es am Ende doch oft unsere Finanzkraft, mit der wir uns Sicherheit schaffen und unsere Wünsche erfüllen wollen. Die entsprechenden Sorgen sind dann wie vorprogrammiert: Ist meine Arbeitsstelle zukunftsfähig? Wie lässt sich Wohlstand sichern? Kann ich mir den Wocheneinkauf oder die Miete auch in 10 Jahren noch leisten?
Letztlich läuft das für Jesus auf ein Entweder-Oder hinaus: Was mache ich zu meiner Lebenssorge: Gott oder Geld? „Niemand kann zwei Herren gleichzeitig dienen. Wer dem einen richtig dienen will, wird sich um die Wünsche des anderen nicht kümmern können… Auch ihr könnt nicht gleichzeitig für Gott und das Geld leben“ (Matthäus 6,24).
Echte Freiheit entsteht, wenn wir alles auf eine Karte setzen, sagt Jesus: „Setzt euch zuerst für Gottes Reich ein und dafür, dass sein Wille geschieht. Dann wird er euch mit allem anderen versorgen“ (Matthäus 6,33). Die Zukunft, die für uns höchste Priorität haben soll, ist nicht unser privates Glück morgen und in zehn Jahren, sondern die Zukunft Gottes, Gottes Reich. Sorgenfreiheit wächst dort, wo man sich die richtigen Sorgen macht. Anders als Reichtum und Besitz hat alles, was wir ins Reich Gottes einbringen, Ewigkeitswert.
Der britische Theologieprofessor N.T. Wright beschreibt das so:
„Was du in der Gegenwart tust – indem du malst, predigst, singst, nähst, betest, lehrst, Krankenhäuser baust, Brunnen gräbst, dich für Gerechtigkeit einsetzt, Gedichte schreibst, dich um Bedürftige kümmerst, deinen Nächsten liebst wie dich selbst – wird in Gottes Zukunft Bestand haben. Diese Aktivitäten sind nicht nur ein Mittel, um das gegenwärtige Leben ein bisschen weniger grausam und ein bisschen erträglicher zu machen, bis zu dem Tag, an dem wir es ganz hinter uns lassen. Sie sind Teil dessen, was wir als Bauen für das Königreich Gottes bezeichnen können.“
Innere Freiheit besteht darin, solche „Schätze im Himmel“ sammeln zu können. Und die will Gott schenken.
Impulse zum Weiterdenken
1. Wofür trägst du in deinem Leben (im positiven Sinn) Sorge?
2. Wenn du alles Geld der Welt hättest, was würdest du damit tun? Gibt es einen Weg, heute (ohne Millionen auf dem Bankkonto) damit anzufangen?
3. Was bedeutet es für dich, in deinem Umfeld, am Königreich Gottes mitzubauen?
Scripture
About this Plan

Freiheit. Allein das Wort weckt Sehnsucht nach Leichtigkeit und Aufatmen. Wie gut, dass Gott mit uns Menschen Befreiungsgeschichten schreibt. Doch was für eine Freiheit schenkt Gott? Und wo taucht sie in unserem Leben auf? Dieser Leseplan geht der Vision von Freiheit auf die Spur, die uns die Bibel vor Augen malt. Zum Anhören und Selberlesen.
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