Siehe, ich mache alles neuBeispiel

Siehe, ich mache alles neu

Tag 1 von 4

Tag 1: „Siehe, ich mache alles neu!“ – Ein erstes Bauchgefühl (Offenbarung 21,5)

Wie lange wird es mit der Welt noch so weitergehen? Kann man überhaupt noch Kinder in diese Welt setzen, oder erwarten uns in Zukunft nur noch der Dritte Weltkrieg und Klimakollaps? Solche Fragen und Sorgen nehme ich in den letzten Jahren immer wieder wahr. Eine Art apokalyptische Weltuntergangsstimmung greift um sich. Das Leben, wie wir es kennen, scheint bedroht und unsicher.

Dieses Gefühl ist vielleicht auch Produkt durchkreuzter Erwartungen. Irgendwie waren wir schon am „Ende der Geschichte“ mit allen Wendungen und Auseinandersetzungen angekommen: Frieden, Wohlstand und Stabilität – das perfekte Gesellschaftssystem – waren für ein Kind der 90er wie mich ausgemachte Sache.

So langsam checkt man aber, dass das eine ziemlich privilegierte Sichtweise der Dinge war. Für die vielen Millionen Menschen in Kriegsgebieten, Slums und Flüchtlingslagern war auch in den letzten 30 Jahren jeder Tag eine Apokalypse. Man wusste nicht, ob es noch ein Morgen gibt. Eine positive Zukunft war nie selbstverständlich.

Jetzt also diese Jahreslosung, die ermutigen und Hoffnung schenken soll:

„Siehe, ich mache alles neu!“

Gesprochen aus Gottes Mund am Ende der Zeiten, platziert in einem der letzten Kapitel im letzten Buch der Bibel. Das ist das letzte Wort über unsere so zerbrechliche Lebens- und Weltgeschichte.

Ich habe gemischte Gefühle. Ein bisschen Hoffnung: Alles ist in Gottes Hand. Aber auch die Frage, ob wir dann unsere Welt (so wie sie jetzt gerade ist, mit allen ihren Krisen) einfach abschreiben müssen – nach dem Motto: Die „alte“ Welt ist dem Untergang geweiht. Dann die Frage nach dem Wann und Wie. Die bekannte Kritik an der Religion ist ja, dass sie Opium fürs Volk ist, ein Schmerzmittel, durch das die Menschen noch in widrigsten Umständen stillhalten, statt aktiv zu werden. Und dann merke ich: Ich will noch nicht aufgeben, die Welt nicht einfach abschreiben. Ich will aktiv werden und Verantwortung übernehmen.

Gleichzeitig spüre ich auch: Die Probleme sind gewaltig. Oft gelingt es ja nicht einmal in der eigenen Nachbarschaft und Stadt, alle Problemfelder zu lösen und Gerechtigkeit herzustellen. Meine Erfolgsaussichten in puncto Weltklima, Umweltzerstörung und globale Armut kann ich mir ausrechen. Nicht besonders vielversprechend.

Und wenn ich dann so auf das Menschenmögliche und -unmögliche zurückgeworfen werde, kapiere ich, warum diese Stimme Gottes so wichtig ist, die mir aus der Zukunft entgegenruft: „Siehe, ich mache alles neu!“ Auch im Anblick meines persönlichen und unseres kollektiven Scheiterns, mit der Welt und unseren Mitmenschen vernünftig umzugehen, spricht Gott uns zu: Da kommt noch was.

Grund genug, sich das einmal genauer anzuschauen!

Die Heilige Schrift

Über diesen Leseplan

Siehe, ich mache alles neu

Christlicher Glaube schaut nicht zurück, sondern nach vorn. Die Bibel schließt mit einem beeindruckenden Versprechen Gottes: „Siehe, ich mache alles neu…“ Diese Verheißung des Neuen steht über dem Jahr 2026. Gedanken und Impulse dazu findest du in diesem Leseplan. Zum Anhören und Selberlesen.

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Wir möchten uns bei Compassion Deutschland für die Bereitstellung dieses Plans bedanken. Weitere Informationen finden Sie unter: www.compassion.de