Johannes 4:1-2, 3, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 25, 26, 27, 28, 29, 30, 31, 32, 33, 34, 35, 36, 37, 38, 39, 40, 41, 42, 43, 44, 45
Johannes 4:1-2 HFA
Den Pharisäern war zu Ohren gekommen, dass Jesus noch mehr Nachfolger gewann und taufte als Johannes – obwohl er nicht einmal selbst taufte, sondern nur seine Jünger. Als Jesus das erfuhr
Johannes 4:5 HFA
unter anderem nach Sychar. Dieser Ort liegt in der Nähe des Feldes, das Jakob seinem Sohn Josef geschenkt hatte.
Johannes 4:6 HFA
Dort befand sich der Jakobsbrunnen. Müde von der Wanderung setzte sich Jesus an den Brunnen. Es war um die Mittagszeit.
Johannes 4:7 HFA
Da kam eine Samariterin aus der nahe gelegenen Stadt zum Brunnen, um Wasser zu holen. Jesus bat sie: »Gib mir etwas zu trinken!«
Johannes 4:8 HFA
Denn seine Jünger waren in die Stadt gegangen, um etwas zu essen einzukaufen.
Johannes 4:9 HFA
Die Frau war überrascht, denn normalerweise wollten die Juden nichts mit den Samaritern zu tun haben. Sie sagte: »Du bist doch ein Jude! Wieso bittest du mich um Wasser? Schließlich bin ich eine samaritische Frau!«
Johannes 4:10 HFA
Jesus antwortete ihr: »Wenn du wüsstest, was Gott dir geben will und wer dich hier um Wasser bittet, würdest du mich um das Wasser bitten, das du wirklich zum Leben brauchst. Und ich würde es dir geben.«
Johannes 4:11 HFA
»Aber Herr«, meinte da die Frau, »du hast doch gar nichts, womit du Wasser schöpfen kannst, und der Brunnen ist tief! Wo willst du denn das Wasser für mich hernehmen?
Johannes 4:12 HFA
Kannst du etwa mehr als Jakob, unser Stammvater, der diesen Brunnen gegraben hat? Er selbst, seine Söhne und sein Vieh haben schon daraus getrunken.«
Johannes 4:13 HFA
Jesus erwiderte: »Wer dieses Wasser trinkt, wird bald wieder durstig sein.
Johannes 4:14 HFA
Wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm gebe, der wird nie wieder Durst bekommen. Dieses Wasser wird in ihm zu einer nie versiegenden Quelle, die ewiges Leben schenkt.«
Johannes 4:15 HFA
»Dann gib mir von diesem Wasser, Herr«, bat die Frau, »damit ich nie mehr durstig bin und nicht immer wieder herkommen und Wasser holen muss!«
Johannes 4:16 HFA
Jesus entgegnete: »Geh und ruf deinen Mann. Dann kommt beide hierher!«
Johannes 4:17 HFA
»Ich bin nicht verheiratet«, wandte die Frau ein. »Das stimmt«, erwiderte Jesus, »verheiratet bist du nicht.
Johannes 4:18 HFA
Fünf Männer hast du gehabt, und der, mit dem du jetzt zusammenlebst, ist nicht dein Mann. Da hast du die Wahrheit gesagt.«
Johannes 4:19 HFA
Erstaunt sagte die Frau: »Ich sehe, Herr, du bist ein Prophet!
Johannes 4:20 HFA
Kannst du mir dann eine Frage beantworten? Unsere Vorfahren haben Gott auf diesem Berg dort angebetet. Warum also behauptet ihr Juden, man könne Gott nur in Jerusalem anbeten?«
Johannes 4:21 HFA
Jesus antwortete: »Glaub mir, die Zeit kommt, in der ihr Gott, den Vater, weder auf diesem Berg noch in Jerusalem anbeten werdet.
Johannes 4:22 HFA
Ihr wisst ja nicht einmal, wer der ist, den ihr anbetet. Wir aber wissen, zu wem wir beten. Denn das Heil der Welt kommt von den Juden.
Johannes 4:23 HFA
Doch es kommt die Zeit – ja, sie ist schon da –, in der die Menschen den Vater überall anbeten werden, weil sie von seinem Geist und seiner Wahrheit erfüllt sind. Von solchen Menschen will der Vater angebetet werden.
Johannes 4:24 HFA
Denn Gott ist Geist. Und wer Gott anbeten will, muss von seinem Geist erfüllt sein und in seiner Wahrheit leben.«
Johannes 4:25 HFA
Die Frau entgegnete: »Ja, ich weiß, dass einmal der Messias kommen soll, der von Gott versprochene Retter.« – Auf Griechisch nennt man ihn auch den Christus. – »Wenn dieser kommt, wird er uns das alles erklären.«
Johannes 4:26 HFA
Da sagte Jesus: »Du sprichst mit ihm. Ich bin es.«
Johannes 4:27 HFA
Als seine Jünger aus der Stadt zurückkamen, wunderten sie sich, dass er mit einer Frau redete. Aber keiner fragte ihn: »Was willst du von ihr? Warum sprichst du mit ihr?«
Johannes 4:28 HFA
Da ließ die Frau ihren Wasserkrug stehen, lief in die Stadt und rief allen Leuten zu
Johannes 4:29 HFA
»Kommt mit! Ich habe einen Mann getroffen, der alles von mir weiß! Vielleicht ist er der Messias!«
Johannes 4:30 HFA
Neugierig liefen die Leute aus der Stadt zu Jesus.
Johannes 4:31 HFA
Inzwischen hatten ihm seine Jünger zugeredet: »Rabbi, iss doch etwas!«
Johannes 4:32 HFA
Aber er sagte zu ihnen: »Ich habe eine Speise, von der ihr nichts wisst.«
Johannes 4:33 HFA
»Hat ihm wohl jemand etwas zu essen gebracht?«, fragten sich die Jünger untereinander.
Johannes 4:34 HFA
Aber Jesus erklärte ihnen: »Ich lebe davon, dass ich Gottes Willen erfülle und sein Werk zu Ende führe. Dazu hat er mich in diese Welt gesandt.
Johannes 4:35 HFA
Habt ihr nicht selbst gesagt: ›Es dauert noch vier Monate, dann beginnt die Ernte‹? Ich dagegen sage euch: Macht doch eure Augen auf und seht euch die Felder an! Das Getreide ist schon reif für die Ernte.
Johannes 4:36 HFA
Wer sie einbringt, bekommt schon jetzt seinen Lohn und sammelt Frucht für das ewige Leben. Beide sollen sich über die Ernte freuen: wer gesät hat und wer die Ernte einbringt.
Johannes 4:37 HFA
Hier trifft das Sprichwort zu: ›Einer sät, der andere erntet.‹
Johannes 4:38 HFA
Ich habe euch auf ein Feld geschickt, das ihr nicht bestellt habt, damit ihr dort ernten sollt. Andere haben sich vor euch abgemüht, und ihr erntet die Früchte ihrer Arbeit.«
Johannes 4:39 HFA
Viele Leute aus Sychar glaubten allein deshalb an Jesus, weil die Frau überall erzählt hatte: »Dieser Mann weiß alles, was ich getan habe.«
Johannes 4:40 HFA
Als sie nun zu Jesus kamen, baten sie ihn, länger bei ihnen zu bleiben, und er blieb noch zwei Tage.
Johannes 4:41 HFA
So konnten ihn alle hören, und daraufhin glaubten noch viel mehr Menschen an ihn.
Johannes 4:42 HFA
Sie sagten zu der Frau: »Jetzt glauben wir nicht nur deshalb an Jesus, weil du uns von ihm erzählt hast. Wir haben ihn jetzt selbst gehört und wissen: Er ist wirklich der Retter der Welt!«
Johannes 4:43 HFA
Jesus blieb zwei Tage in Sychar, dann zog er weiter nach Galiläa.
Johannes 4:44 HFA
Er selbst hatte zwar einmal gesagt, dass ein Prophet in seiner Heimat nichts gilt.
Johannes 4:45 HFA
Als er aber dort ankam, nahmen ihn die Galiläer freundlich auf. Sie waren nämlich während des Passahfestes in Jerusalem gewesen und hatten alles miterlebt, was er dort getan hatte.





